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Jetzt auf ARTE: Über den Gründer des modernen Yoga

„Be inspired but not proud.“ (B.K.S. Iyengar)

2007 habe ich mit dem Yoga angefangen. Erstmal habe ich verschiedene Stile ausprobiert: das schweißtreibende Bikram-Yoga, das fließende Ashtanga Yoga (oft als „flow“ bezeichnet) und Iyengar Yoga. Bei letzterem bin ich letztendlich hängen geblieben und habe 10 Jahre nach meiner ersten Yogastunde eine 2-jährige Ausbildung zur Iyengar Yogalehrerin in Angriff genommen. Unterrichten wollte ich eigentlich nie. Aber ich wollte tiefer eintauchen in die Geheimnisse der Lehre des Gurus B.K.S. Iyengar (mit ganzem Namen Bellur Krishnamacharya Sundararaya Iyengar). Bei Iyengar Yoga geht es nämlich nicht nur um das korrekte Ausführen der Yogaposen (Asana) und das Erlernen von Pranyama (Atemübungen), sondern es gibt immer auch eine therapeutische Komponente. Beim Iyengar Yoga gibt es keine Altersgrenzen. Jeder kann jede Pose ausführen. Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke usw. kommen dort zum Einsatz, wo fehlende Beweglichkeit oder körperliche Schwäche besteht. Bei einer Vielzahl von Krankheiten, kann die Verschlimmerung verhindert oder herausgezögert, Beschwerden gelindert und sogar geheilt werden. Yoga nach Iyengar ist zugleich fordernd und entspannend, aktiv und passiv, komplex und einfach.

B.K.S. Iyengar selbst war ein kränkliches Kind, das in jungen Jahren von seinen Eltern nach Mysore zu seinem Schwager, dem Yogameister T. Krishnamacharya, geschickt wurde. Der intensive Yoga-Unterricht bei seinem Schwager, sowie seine eigenen körperlichen Beschwerden inspirierten B.K.S. Iyengar dazu, das von Krishnamacharya erlernte Hatha-Yoga durch Studien und Selbstversuche mit den neuesten medizinischen Erkenntnissen weiterzuentwickeln. Iyengar ging davon aus, dass Bewegungen kleinster Körperbereiche die Ausführung eines Asana nicht nur vervollständigen, sondern ihm durch diese therapeutische Wirkung schenken. Damit legte er den Grundstein für die „Remedial Work“ – das therapeutische Yoga. Die Wirkung von Iyengar-Yoga auf die menschliche Physis und Psyche wurde inzwischen durch mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegt.

Sehr wirksame Sequenz nach B.K.S. Iyengar, wenn man mal Probleme mit den Atemwegen haben sollte

Und wer mehr über B.K.S.und Iyengar Yoga erfahren will, dem kann ich die gerade bei ARTE zu sehende Sendung „GEO-Reportage – Yoga, Indiens erstaunliche Medizin“ empfehlen.

Hier erfährt man sehr viel mehr über das Leben und Wirken von B.K.S. Iyengar und wie sein Sohn Prashant sowie seine Enkelin Abhijata das Erbe des 2014 (im Alter von 95 Jahren) verstorbenen Familienoberhaupts weiterführen. Wundert Euch nicht, wenn in der ARTE-Reportage der Name „B.K.S.“ nie auftaucht, sondern er immer nur als Guruji (sprich: „gurutschi“) bezeichnet wird. Guruji setzt sich aus dem Sanskrit-Wort „Guru“ (Lehrer oder Meister) und dem Suffix „-ji“ (wird in vielen südasiatischen Sprachen häufig als geschlechtsneutrale Ehrung verwendet) zusammen. Auch seine im Jahr 2018 verstorbene Tochter Geeta, wird im Film nur „Geeta-ji“ genannt. Geetaji ist eine meiner persönlichen Yoga-Heldinnen. Sie war eine Pionierin auf dem Gebiet des Yoga für die Frau. Ihr Anfang der Achtzigerjahre erschienenes Buch “Yoga – a gem for women“ (Yoga für die Frau – Der Weg zu Gesundheit, Entspannung und innerer Kraft) ist bis heute wegweisend und wird auch in unserem Haushalt noch häufig zu Rate gezogen.

Also – viel Spaß beim Schauen!

Eine kleine Auswahl meiner Yoga-Bücher und Props (Hilfsmittel)

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Heavy Heart

For Kathleen – I will miss you:
“Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.”
(Dietrich Bonhoeffer)

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Open eyes & hearts

„There are people who travel because they want to push themselves to physical limits, people who walk across deserts or cycle across the Antarctic – like Ranulph Fiennes, who just does it because it’s there. And then there are people like me, who are just genuinely curious about the world.“ (Michael Palin)

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Zuckerbaby

“Life is uncertain. Eat dessert first.” (Ernestine Ulmer).

Pudim Molotof & Sonhos de Abóbora

Das denkt sich auch Herr R. Er LIEBT guten Kaffee und dazu gerne auch mal ein Eis, ein Stück Kuchen oder eine andere süße Kleinigkeit. Da denken wir uns doch: „neue Länder, neue Süßspeisen“.
Hier ist Herr R. hier ein riesiger Fan des sogenannten „Pudim Molotof“. Dieses Eischnee-Dessert ist wirklich beeindruckend. Zuckerschock garantiert:

Weniger häufig zu finden sind die „Sonhos de Abóbora“. Das sind kleine frittierte Kürbisnocken, die herrlich schmecken. In USA kann man mich ja mit Kürbiskuchen & Co jagen. Denn der amerikanische „Pumpkin Pie“ liegt einem meist schwer wie ein Ziegelstein im Magen. Die „Sonhos de Abóbora“ hingegen sind (obwohl frittiert) fluffig und leicht. Das Rezept dazu findet ihr hier und natürlich gibt es auch ein Video zur Veranschaulichung.


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Kultur erhalten ….

Während des letzten Jahres habe ich u.a. das Online-/Streaming-Angebot von Kino (Pickford Cinema), Literaturhaus München, Theater (Münchner Kammerspiele) und „Freunde der ZEIT“ wirklich sehr gerne in Anspruch genommen. Natürlich freue ich mich drauf, wenn wir Veranstaltungen wieder vor Ort besuchen können, aber hoffe ich dennoch, dass diese auch weiterhin per Streaming-Angebot (vom anderen Ende der Welt) besuchbar sein werden.

Künstlerinnen sind systemrelevant, denn ohne sie wird’s still! Wenn ihr im letzten Jahr auch die ein oder andere kulturelle Veranstaltung online besucht habt und/oder nicht wollt, dass die Kultur komplett den Bach runtergeht, so unterstützt Eure liebsten Kulturschaffenden, indem ihr Tickets oder Merch kauft oder über Steady unterstützt. Wenn ihr darüber hinaus helfen wollt, so spendet zum Beispiel für AlarmstufeRot oder die Initiative Musik! Ich vermisse den „Kulshan Chorus“, freue mich jedes Mal über ein Update des Chors, spende und hoffe, dass wir bald wieder ein Live-Konzert besuchen können.

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Vegane „Snickers“

Lust auf was Süßes, aber keine Lust auf die industriell hergestellten Schokoriegel? Nicht, dass dies hier wenig Kalorien hätte, aber zumindest ist es ein bisschen auf der gesünderen Seite: Vegane „Snickers“.

Die Datteln ersetzen den Zucker und das Karamell. Dazu noch Erdnussbutter, Erdnüsse und dunkle Schokolade – mehr braucht man nicht für so ein „Snickers“.
Zutaten:
ca. 10 Datteln
2-3 EL ungesüßte Erdnussbutter (ich mag die „crunchy“-Version)
Erdnüsse (gesalzen oder ungesalzen – je nach Gusto)
Dunkle Schokolade, geschmolzen

Zuerst schneidet man die Datteln auf einer Seite ein (ohne sie zu komplett zu teilen) und entfernt den Kern. Dann füllt man die Dattelhälften mit etwas Erdnussbutter. Das geht am besten mit einem ganz kleinen Löffel oder einem Messer und drückt 1-2 Erdnusshälften in die erdnussgebutterte Dattelhälften und schließt die Dattel so gut wie möglich. Während man mit dieser Bazelei beschäftigt ist, kann die dunkle Schokolade im Wasserbad gemütlich vor sich hin schmelzen. Die gefüllten Datteln mit der geschmolzenen, dunklen Schokolade überziehen. Je nach Gusto mit ein paar gehackten Erdnüssen garnieren. Ich gebe die schokolierten Datteln gerne für ein paar Stunden in den Kühlschrank, bevor sie verspeist werden. Guten Appetit!

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Weihnachten mal anders

Lebensgroße Krippen in Ribeira Brava

Xaver von Cranach schrieb in seinem ZEIT-Artikel „Insel der Seligen“ sehr treffend über die Weihnachtsbegeisterung der Madeirenser. (Sehr netter Artikel. Unbedingt lesen!)

Die Weihnachststerne blühen und werden im Überfluss verkauft und aufgestellt, die lebenshohen Krippen-Installationen lassen einem den Mund offenstehen.

Aber nicht nur die Städte und einzelne Gemeinden betreiben diesen unglaublichen Dekorations-Aufwand. Auch Privatleute stellen vor ihren Häusern und selbst an den unübersichtlichsten Straßenkreuzungen aufwändig-absurde Krippeninstallationen auf.

Riesige Krippe vor einem Privathaus

Selbst wenn diese Weihnachten für uns alle ganz anders, sehr viel ruhige rund einsamer als bisher sein wird, so wünschen wir Euch allen ein paar schöne und besinnliche Feiertage. Macht das Beste draus. Bleibt zufrieden und vor allem – gesund!

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Unter der Landebahn …

Madeiras Flughafen gilt als einer der „kühnsten“ und „gefährlichsten“ Flughäfen der Welt. Denn seine Start- und Landebahn befindet sich direkt an der Küste, über dem Wasser und ist im Grunde nichts anderes als eine Brücke auf großen Betonstützen. Ursprünglich war die Landebahn 1.600m lang und wurde im Jahre 1986 aufgrund einiger unschöner Unfälle umgebaut und auf 1.800m verlängert. Der Ausbau zur heutigen Länge von von 2.777 Meter fand im Jahr 2002 statt. Diese Landebahn-Brücke wird von ca. 180 Betonpfeilern gestützt. Der Landeanflug auf Madeira gilt als wagemutig und erfordert die volle Konzentration der Pilot*innen. Muss doch zuerst ein Bergmassiv überwunden und anschließend die enge Start- und Landebahn direkt angeflogen werden. Der Start und die Landung werden oftmals durch starke Winde erschwert. Einen kleinen Einblick über Landungen und Abflüge könnt Ihr hier gewinnen:

Aber es ist nicht nur spannend, den startenden und landenden Flugzeuge eine Weile lang zuzuschauen. Viel aufregender ist, was sich UNTER der Landebahn des Flughafens befindet. Ursprünglich war es nur ein großer Parkplatz. Doch unter dem Milleniumbauwerk befindet sich jetzt die riesige Sportanlage Água de Pena.

Sportpark Água de Pena unter der Landebahn des Flughafens Madeira

Die beeindruckende Struktur der Landebahn geht Hand in Hand mit der Größe des Sportparks, der eine bemerkenswerte Anzahl von Aktivitäten ermöglicht.

Natürlich sind gerade wegen Corona die meisten Aktivitäten nicht möglich, aber ansonsten ist hier wirklich für jeden was dabei. Im Sportpark Água de Pena gibt es:
* ein Fitnessstudio
* eine Go-Kart-Bahn
* 3 Squash-Plätze
* 3 Padel-Tennisplätze
* eine Kletterwand (122m Höhe)
* 2 Minibasketball-Plätze (1000m2)
* 2 Tennisplätze (700m2)
* Skater- und BMX-Park (1300m2)
* 1 Beachvolleyballplatz (1200m2)
* 1 Strandfussballplatz (1200m2)
* 1 Sportfläche von 968m2 für Rollerhockey, Rollerskaten und Hallenfußball
* 1 Sportplatz mit synthetischem Bodenbelag für Handball und Hallenfußball (1012m2)
* Bar, Terrasse und Restaurant
* Kinderspielplatz (344m2)
* und ein Parkplatz mit 310 Stellplätzen

Schade, dass wir das umfangreiche Angebot im Sportpark Água de Pena derzeit nicht nutzen können, aber trotzdem hat uns diese Anlage unglaublich fasziniert.

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Das schmackhafte „Monster“ – die Monstera Deliciosa

Dank des subtropischen Klimas auf Madeira findet man hier viele einheimische Früchte, die uns nicht nur in Staunen versetzen, sondern natürlich auch zum Verzehr animieren. Neben den uns bekannten Passionsfrüchten (Maracuja), Kaktusfeigen, Mangos und Tangerinen fanden wir auch uns gänzlich unbekannte Früchte: wie z.B. den Zimtapfel, die Bananen-Maracuja und die Ananas-Banane (Monstera deliciosa).

Der Zimtapfel sieht aus wir eine schuppige Birne und schmeckt wie eine Mischung aus Apfel und Banane. Der Zimtapfel ist sehr einfach zu essen. Einfach aufschneiden und das Fleisch mit dem Löffel herausschaben. Die großen, schwarzen Kerne werden nicht mitgegessen.

Die Bananen-Marcujas sehen aus wie kleine Bananen, mit einer relativ weichen Schale. Das Innere dieser Frucht sieht aus – und schmeckt auch so – wie eine Maracuja. Abgefahren. Und absolut lecker.

Aber am meisten fasziniert mich die Ananas-Banane. Die Frucht erinnert an einen grünen Maiskolben oder eben eine Banane mit ananas-artigen Schuppen. Und was hat es mit den Namen „Monstera Deliciosa“ auf sich? Ich habe ein wenig recherchiert und bin im Internet auf einige interessante Artikel gestoßen: Also – der wissenschaftliche Name bedeutet wörtlich „köstliches Monster“, eine treffende Beschreibung angesichts des leckeren und dennoch gefährlichen Potenzials der Frucht. Die Pflanzengattung Monstera hat ihren Namen tatsächlich von den abnormal aussehenden Blättern der Pflanze, die sehr groß sind und ein seltsames Netzwerk von Löchern aufweisen. Die Monstera ist eine durchaus hübsche Zierpflanze, die ihr sicherlich schon in der ein oder anderen Wohnung gesehen habt.
Aber das wirklich „monströse“ an dieser Frucht ist ihre Toxizität. Die Monstera Deliciosa enthält einen relativ hohen Oxalsäuregehalt. Dies kann zu Magenschmerzen, Durchfall und Hautirritationen führen. Also muss man mit dem Verzehr unbedingt warten, bis diese Frucht reif ist. Okay – und wann weiss ich nun, wann das „Monster“ reif ist? Diese Frage konnte mir dieses Video hier beantworten! Schaut Euch das mal an!

Also haben wir das Monster in ein Glas gestellt, eine Tüte drüber gestülpt und ein paar Tage gewartet. Und tatsächlich lösten sich die Schuppen wie von selbst und wir konnten die maiskorn-ähnlichen Fruchtstückchen abpulen. WOW! Das Recherchieren und Warten hat sich gelohnt. Die Monstera Deliciosa schmeckt wie eine Mischung aus Banane, Ananas und Erdbeere. Herr R. schmeckt auch etwas Kokos. Wenn man aber an den unreifen Fruchtstückchen knabbert, so kann sich schnell ein unangenehmes Brennen auf den Lippen einstellen. Vorsicht ist geboten! Aber beim nächsten Wochenmarkteinkauf wird dieses Monster sicherlich wieder in unser Einkaufsnetz wandern. No risk – no fun!