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Tomaten im Topf

Nachdem wir aufgrund der vielen hier umherstreifenden Rehe keinen Gemüsegarten anlegen können (na ja – könnte man schon. Müsste man halt komplett einzäunen. Auch nicht schön), so haben wir dieses Jahr Tomaten im Topf auf die Terrasse gestellt. Die Rehe meiden die steilen Stufen zur Terrasse – also sind die Pflanzen nicht in Gefahr. Wir sind erstaunt, wie sich die kleinen Zöglinge in knapp vier Monaten entwickelt haben! Fast haushoch und prächtig tragend. Freuen uns schon auf die erste Ernte!

Da guckste in die Röhre ….

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Soundtrack der Woche

Nachdem ich immer wieder gerne mal (für mich) neue Künstlerinnen entdecke, so höre ich diese Woche das neue Album „HINÜBER“ von Mine rauf und runter. Auf Mine und ihre interessanten Musikprojekte bin ich zufällig Anfang des Jahres gestossen. Fantastisch ist das Live in Berlin Konzert mit einem beachtlichen Orchester. Und wer mehr über das künstlerische Schaffen dieser jungen Frau erfahren möchte, dem kann ich das Interview der Frontsängerin der (inzwischen aufgelösten) Band „Wir sind Helden“ Judith Holofernes in ihrem Podcast „Salon Holofernes“ mit Mine empfehlen.

Enjoy:

Ein Elefant im Raum, (du siehst ihn)
Ich seh‘ ihn du siehst ihn auch, Babe
Die Uhr hat schon zich mal geschlagen
Ich frag dich, hast du keine Fragen. Ich frag, „Wieso hast du mich nicht gefragt?“
Du sagst, du hättest was gesagt, hätt‘ ich nicht gefragt. Du kannst ihn sehen, ich seh ihn auch
Doch keiner von uns macht ihm die Türe auf
Es war kein Problem, es wär nicht aufgetaucht
Hätte einer von uns sich früher getraut. Der Elefant
Der Elefant
Der Elefant
Der Elefant. Wie lang, wie lang bin ich noch taub?
Wie lang, wie lang sprichst du’s nicht aus?
Ey, ich weiß es, du weißt es, wir wissen es beide
Wenn keiner was macht gehen wir zur Neige. Ich frag, „Wieso hast du mich nicht gefragt?“
Du sagst, du hättest was gesagt, hätt‘ ich nicht gefragt. Du kannst ihn sehen, ich seh ihn auch
Doch keiner von uns macht ihm die Türe auf
Es war kein Problem, es wär nicht aufgetaucht
Hätte einer von uns sich früher getraut. Der Elefant, (du kannst ihn sehen, ich seh ihn auch)
Der Elefant, (doch keiner von uns macht ihm die Türe auf)
Der Elefant, (es war kein Problem, es wär nicht aufgetaucht)
Der Elefant, (hätte einer von uns sich früher getraut)Der Elefant
Der Elefant
Der Elefant
Der Elefant

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Ein Totempfahl geht auf Reisen

Der Adler auf dem „Sacred Sites Totem Pole 2021“

Ein vom „Lummi Nation House of Tears Carvers“ geschnitzter (7,5 Meter hoher) Totempfahl geht auf Reisen. Die „Red Road to DC Totem Pole Journey“ führt quer durch die USA über diverse heilige, indigene Stätten bis nach Washington DC, wo er Präsident Biden übergeben und fürs erste im Smithsonian ausgestellt wird.

Die Vertreter der „Red Road to DC Totem Pole Journey“ werden auf ihrer Reise an einigen Orten Halt machen, die für dortige Stämme und indigene Völker als heilig gelten und deren Existenz durch aktuelle oder potenzielle Ziele für Dämme, Bergbau, Bohrungen oder Ölpipelines gefährdet sind. An jedem Ort werden sich die Vertreter von Lummi Nation sowie Aktivisten mit lokalen Stämmen und Einwohnern treffen, um dafür zu plädieren, dass die örtlichen Stämme ihre Zustimmung geben müssen, bevor größere Infrastrukturprojekte genehmigt werden. Einige der Stationen sind u.a. Snake River in den Nez Perce Traditional Lands; Bears Ears National Monument in Utah; Chaco Canyon; Navajo Reservation in New Mexico; Black Hills in South Dakota; einige Stops entlang des Missouri River, inklusive Standing Rock Reservation, ND; das White Earth Indian Reservat in Minnesota und die Bay Mills Indian Community in Michigan.

Am Montag, den 24. Mai gab es eine „Blessing Ceremony“ in Bellingham. Neben der Lokalpolitik waren Künstler, Aktivisten und Stammesvertreter vor Ort. Leider spielte das Wetter nicht mit: Wir standen also im Regen, bewunderten den eindrucksvollen Totempfahl, lauschten eindringliche Reden, Segenswünschen und musikalischen Beiträgen.

Der Chef-Kunstschnitzer des „House of Tears Carvers“Jewell Praying Wolf James ist eine beeindruckende Persönlichkeit, der in seiner Rede nicht nur die auf dem Totempfahl abgebildeten Symbole erklärte, sondern auch auf die Intention des Totempfahls einging: „There have been so many participating individuals and organizations in this 2021 national totem pole journey calling for the Protection of Native American Sacred Sites. We can only pray that we meet their expectations with the finished end product. We believe in the power of the collective thought and organizational capacity of these multiple agencies. We are all coming together, like figures on a totem pole, to produce an end vision- the protection of Native American Sacred Sites. Of course, we cannot make everyone happy. We can just believe we are doing our best. No matter what, Native America has endured hundreds of years of oppression and their spiritual practices and beliefs have not been completely exterminated. They are still connected to the Earth via their Mother Earth Spirituality. Sacred Sites are extremely essential to native belief systems.“

Jewell James sagte, dass die Schnitzer des „House of Tears“ einen sogenannten „Story Pole“ schufen. Dieser Totempfahl erzählt also durch seine Symbole eine Geschichte. Er zeigt einen Mond, einen Tauchadler, zwei Chinook-Lachse, einen Seewolf, einen Seebären und eine Großmutter mit ihrer Enkelin. Laut den Schnitzern sei die Rechenschaftspflicht gegenüber Mutter Erde die wichtigste Botschaft dieses Totempfahls: „Wir schauen auf unsere Kinder und unser Herz schmerzt, denn wie können wir die Verwüstung dessen stoppen, was mit Mutter Erde passiert?“ sagte Jewell James. „Was werden wir unseren Kindern hinterlassen, wenn wir Staub sind? Welche Art von Leben werden sie haben?“ Des Weiteren führte er aus, „es gehe um das öffentliche Bewusstsein in Bezug auf Themen wie den Tagebau und den Schutz der Gewässer des pazifischen Nordwestens der Salish Sea und des heiligen Landes der amerikanischen Ureinwohner.

Neben den Symbolen für Umwelt- und Klimaschutz thematisieren die menschlichen Figuren auf dem Totempfahl einen weiteren Kampf. „Viele Großmütter ziehen ihre Enkelin als ihre Tochter auf, weil die Mutter im Einsatz fehlt“, sagte Jewell James. „Entweder wurde sie von einem Ehemann missbraucht, hat zu ihrer eigenen Sicherheit die Familie verlassen oder sie ist verschwunden. Oder sie ist in Drogen verwickelt, sie wird vermisst oder wurde ermordet.
Der sich auf dem Totempfahl befindende Mond ist eingerahmt von roten Handabdrücken. „Das steht für die ermordeten und vermissten indigenen Frauen“, sagte Jewell James. (Für alle Interessierten: hier findet ihr eine detaillierte Erläuterung über den „Sacred Sites Totem Pole 2021“ von Jewell James)

Dies war trotz des schlechten Wetters eine schöne und lehrreiche Veranstaltung. Wir sahen ein beeindruckendes Kunstwerk und lernten neue, imposante Vertreter der Lummi Nation kennen.
Ein leiser Aktivismus, der hoffentlich große Wellen schlagen wird.

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Jetzt auf ARTE: Über den Gründer des modernen Yoga

„Be inspired but not proud.“ (B.K.S. Iyengar)

2007 habe ich mit dem Yoga angefangen. Erstmal habe ich verschiedene Stile ausprobiert: das schweißtreibende Bikram-Yoga, das fließende Ashtanga Yoga (oft als „flow“ bezeichnet) und Iyengar Yoga. Bei letzterem bin ich letztendlich hängen geblieben und habe 10 Jahre nach meiner ersten Yogastunde eine 2-jährige Ausbildung zur Iyengar Yogalehrerin in Angriff genommen. Unterrichten wollte ich eigentlich nie. Aber ich wollte tiefer eintauchen in die Geheimnisse der Lehre des Gurus B.K.S. Iyengar (mit ganzem Namen Bellur Krishnamacharya Sundararaya Iyengar). Bei Iyengar Yoga geht es nämlich nicht nur um das korrekte Ausführen der Yogaposen (Asana) und das Erlernen von Pranyama (Atemübungen), sondern es gibt immer auch eine therapeutische Komponente. Beim Iyengar Yoga gibt es keine Altersgrenzen. Jeder kann jede Pose ausführen. Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke usw. kommen dort zum Einsatz, wo fehlende Beweglichkeit oder körperliche Schwäche besteht. Bei einer Vielzahl von Krankheiten, kann die Verschlimmerung verhindert oder herausgezögert, Beschwerden gelindert und sogar geheilt werden. Yoga nach Iyengar ist zugleich fordernd und entspannend, aktiv und passiv, komplex und einfach.

B.K.S. Iyengar selbst war ein kränkliches Kind, das in jungen Jahren von seinen Eltern nach Mysore zu seinem Schwager, dem Yogameister T. Krishnamacharya, geschickt wurde. Der intensive Yoga-Unterricht bei seinem Schwager, sowie seine eigenen körperlichen Beschwerden inspirierten B.K.S. Iyengar dazu, das von Krishnamacharya erlernte Hatha-Yoga durch Studien und Selbstversuche mit den neuesten medizinischen Erkenntnissen weiterzuentwickeln. Iyengar ging davon aus, dass Bewegungen kleinster Körperbereiche die Ausführung eines Asana nicht nur vervollständigen, sondern ihm durch diese therapeutische Wirkung schenken. Damit legte er den Grundstein für die „Remedial Work“ – das therapeutische Yoga. Die Wirkung von Iyengar-Yoga auf die menschliche Physis und Psyche wurde inzwischen durch mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegt.

Sehr wirksame Sequenz nach B.K.S. Iyengar, wenn man mal Probleme mit den Atemwegen haben sollte

Und wer mehr über B.K.S.und Iyengar Yoga erfahren will, dem kann ich die gerade bei ARTE zu sehende Sendung „GEO-Reportage – Yoga, Indiens erstaunliche Medizin“ empfehlen.

Hier erfährt man sehr viel mehr über das Leben und Wirken von B.K.S. Iyengar und wie sein Sohn Prashant sowie seine Enkelin Abhijata das Erbe des 2014 (im Alter von 95 Jahren) verstorbenen Familienoberhaupts weiterführen. Wundert Euch nicht, wenn in der ARTE-Reportage der Name „B.K.S.“ nie auftaucht, sondern er immer nur als Guruji (sprich: „gurutschi“) bezeichnet wird. Guruji setzt sich aus dem Sanskrit-Wort „Guru“ (Lehrer oder Meister) und dem Suffix „-ji“ (wird in vielen südasiatischen Sprachen häufig als geschlechtsneutrale Ehrung verwendet) zusammen. Auch seine im Jahr 2018 verstorbene Tochter Geeta, wird im Film nur „Geeta-ji“ genannt. Geetaji ist eine meiner persönlichen Yoga-Heldinnen. Sie war eine Pionierin auf dem Gebiet des Yoga für die Frau. Ihr Anfang der Achtzigerjahre erschienenes Buch “Yoga – a gem for women“ (Yoga für die Frau – Der Weg zu Gesundheit, Entspannung und innerer Kraft) ist bis heute wegweisend und wird auch in unserem Haushalt noch häufig zu Rate gezogen.

Also – viel Spaß beim Schauen!

Eine kleine Auswahl meiner Yoga-Bücher und Props (Hilfsmittel)

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Heavy Heart

For Kathleen – I will miss you:
“Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.”
(Dietrich Bonhoeffer)

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Open eyes & hearts

„There are people who travel because they want to push themselves to physical limits, people who walk across deserts or cycle across the Antarctic – like Ranulph Fiennes, who just does it because it’s there. And then there are people like me, who are just genuinely curious about the world.“ (Michael Palin)

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Zuckerbaby

“Life is uncertain. Eat dessert first.” (Ernestine Ulmer).

Pudim Molotof & Sonhos de Abóbora

Das denkt sich auch Herr R. Er LIEBT guten Kaffee und dazu gerne auch mal ein Eis, ein Stück Kuchen oder eine andere süße Kleinigkeit. Da denken wir uns doch: „neue Länder, neue Süßspeisen“.
Hier ist Herr R. hier ein riesiger Fan des sogenannten „Pudim Molotof“. Dieses Eischnee-Dessert ist wirklich beeindruckend. Zuckerschock garantiert:

Weniger häufig zu finden sind die „Sonhos de Abóbora“. Das sind kleine frittierte Kürbisnocken, die herrlich schmecken. In USA kann man mich ja mit Kürbiskuchen & Co jagen. Denn der amerikanische „Pumpkin Pie“ liegt einem meist schwer wie ein Ziegelstein im Magen. Die „Sonhos de Abóbora“ hingegen sind (obwohl frittiert) fluffig und leicht. Das Rezept dazu findet ihr hier und natürlich gibt es auch ein Video zur Veranschaulichung.


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Kultur erhalten ….

Während des letzten Jahres habe ich u.a. das Online-/Streaming-Angebot von Kino (Pickford Cinema), Literaturhaus München, Theater (Münchner Kammerspiele) und „Freunde der ZEIT“ wirklich sehr gerne in Anspruch genommen. Natürlich freue ich mich drauf, wenn wir Veranstaltungen wieder vor Ort besuchen können, aber hoffe ich dennoch, dass diese auch weiterhin per Streaming-Angebot (vom anderen Ende der Welt) besuchbar sein werden.

Künstlerinnen sind systemrelevant, denn ohne sie wird’s still! Wenn ihr im letzten Jahr auch die ein oder andere kulturelle Veranstaltung online besucht habt und/oder nicht wollt, dass die Kultur komplett den Bach runtergeht, so unterstützt Eure liebsten Kulturschaffenden, indem ihr Tickets oder Merch kauft oder über Steady unterstützt. Wenn ihr darüber hinaus helfen wollt, so spendet zum Beispiel für AlarmstufeRot oder die Initiative Musik! Ich vermisse den „Kulshan Chorus“, freue mich jedes Mal über ein Update des Chors, spende und hoffe, dass wir bald wieder ein Live-Konzert besuchen können.