H-Mart

Ich liebe asiatische Supermärkte. So viel zu sehen. So viel zu entdecken. Und natürlich koche ich auch gerne asiatisch. In unserem beschaulichen Bellingham gibt es einen sehr gut sortierten, aber WINZIGEN, asiatischen Lebensmittelladen – insofern habe ich mich riesig gefreut, dass es in Portland einen großen „H-Mart“ gibt. Für diejenigen unter Euch, die nicht wissen, was mit „H-Mart“ gemeint ist:
H-Mart ist eine Supermarktkette, die sich auf asiatische Lebensmittel spezialisiert hat. Das „H“ steht für „han ah reum„, eine koreanische Redewendung, die grob übersetzt „ein Arm voller Lebensmittel“ bedeutet. Ich könnte hier Stunden verbringen, mit großen Augen alles anschauen und Zutaten für asiatische Gerichte einkaufen, die ich schon längst mal ausprobieren wollte – aber dazu später mehr.


Abenteuer Portland

Vor Kurzem fragten uns Freunde in Portland, OR, ob wir während ihres zweiwöchigen Urlaubs nicht auf ihr Haus und ihre zwei Katzen aufpassen wollen würden. Klar wollten wir – und da wir arbeitstechnisch örtlich ungebunden sind, haben wir dieses Angebot mit großer Begeisterung angenommen. In diesen zwei Wochen hatten wir reichlich Zeit diese schöne Stadt zu erkunden. Portland ist die größte Stadt im Bundesstaat Oregon und liegt am Columbia River und dem Fluß Willamette. Wir wohnten im „Alberta Arts District“ auf der nordöstlichen Seite des Columbia Rivers. Das Viertel ist eine hübsche Wohngegend mit schönen Häusern, herrlich wilden Vorgärten und sehr freundlichen Anwohnern. Alberta Street ist sicherlich die „Hauptattraktion“ dieses Viertels – mit seinen vielen Cafés, Restaurants, Geschäften und schönem Co-Op-Laden (gemeinschaftlicher Supermarkt).

Aber natürlich wollten wir auch ein bisschen mehr sehen, als nur Häuser, Vorgärten und hippe Einkaufsstraßen. Da bot sich ein Ausflug in den auf der anderen Seite des Flusses gelegene „Foret Parks“ an. Der 2.100 Hektar große „Forest Park“ ist die grüne Lunge Portlands. Hier findet man neben zahlreichen Wanderwegen (mehr als 130 km) den Japanischen Garten, die Pittock Mansion und das Hexenschloss. Wir starteten einen unserer Spaziergänge in den West Hills von Portland an der „Pittock Mansion“ – einem beeindruckendem Herrenhaus im französischen Renaissance-Stil, welches 1914 als Privathaus für den in London geborenen Oregoner Verleger Henry Pittock und seine Frau Georgiana Burton Pittock erbaut wurde. Über den schönen Wildwood Trail – durch die für den Pacific Northwest so typischen Flora und Fauna mit Farnen und Douglasfichten – wanderten wir zur Ruine des „WItch’s Castle“.

Bergauf ging es wieder zurück zur Pittock Mansion, von wo aus wir eine herrliche Aussicht auf die Stadt und Mt. Hood genießen konnten.

Und das war nur ein erster, kleiner Einblick in unser zweiwöchiges Portland-Abenteuer … Stay Tuned!

Als ob …

Leider kann ich dieses Jahr kein Konzert von Dota Kehr und ihrer Band besuchen. Zum Trost freue ich mich über das neue Video ihres Songs „Als ob“:

Als ob (Dota Kehr)

Es hatte uns immer getröstet zu glauben, dass wir eigentlich ganz andere seien
Und hierher gar nicht gehörten und wir sehen es auch immer noch nicht so ganz ein
Dass wir langweilige Realisten geworden sind, mit einem sinnlosen Job

Hey, wir tun einfach so als ob
Als ob, als ob
Wir tun einfach so als ob
Als ob, als ob

Komm, wir stellen uns vor, wir hätten ein gemeinsames Ziel
Also, ein anderеs als es hier bequеm zu haben und dann rede ich viel, wieder viel zu viel
Und schon der ganz normale Alltag wächst mir noch über den Kopf

Hey, wir tun trotzdem so als ob
Als ob, als ob
Wir tun trotzdem so als ob
Als ob, als ob

Als ob wir Träumer sein könnten in dieser Welt
Wenn wir uns nicht ablenken lassen und uns drauf konzentrieren
Wäre das mutig oder blöde? Das weiß ich auch nicht so genau
Aber was hätten wir schon groß zu verlieren?

Ich leide an allen Krankheiten meiner Zeit
Ich klebe den halben Tag am Telefon
Zerstreut und reizbar, eitel und satt
Gefangen von dem, was man hat
Wirkungslose Empörung und viel zu viel Information
Als ob das irgendetwas ändert

Komm, nimm mich bei der Hand und mach mich glauben
Du seiest einer, der große Geheimnisse in sich trägt
Und ein bisschen Magie, mach mir ruhig was vor
Jeder braucht seinen Dumbledore
Sei du meiner, zauber das sich irgendwas bewegt

Oder tu halt so als ob
Als ob, als ob
Oder tu halt so als ob
Als ob, als ob
Als ob, als ob
Als ob, als ob

Literaturhaus München Online

Ein Silberstreif am Horizont in dieser schlimmen Pandemie war für mich u.a., dass ich an zahlreichen Veranstaltungen (die bis dahin ausschließlich vor Ort stattgefunden haben) nun auch per Stream teilnehmen konnte. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Veranstaltungen des Literaturhaus München. Lesungen von Sasha Marianna Salzmann, Fatma Aydemir, Doris Dörrie und Nino Haratischwili – um nur einige zu nennen – lassen mein Leserattenherz höher schlagen und bringen mir ein wenig deutschsprachiges Literatur-Feeling nach Hause. Ach – es wäre so schön, wenn das Literaturhaus München diese Streams noch lange anbieten würde!!!

Sehr schöne Veranstaltung mit Nino Haratschiwili über ihr neues Buch „Das Mangelnde Licht“

Wöchentliches Schweine-Update

Wieder ein schöner Frühlingstag auf dem Schweinehof. Wie üblich gab es viel Arbeit und natürlich viele Streicheleinheiten für unsere vierbeinigen , borstigen Freunde.

Jasper ist inzwischen mit seiner Freundin Petunia ins große Gehege (hier leben an die 80 Schweine) umgezogen. Er fühlt sich in seiner neuen Umgebung pudelwohl.

Jasper und Petunia genießen die Sonne und die warmen Holzchips

Und auch unser blindes Ferkel Gordon lebt sich so langsam ein. Ich finde es immer unglaublich faszinierend, wie er sich auf seinen Geruchssinn verlassen kann und wie sich sein süßes Rüsselchen beim Erkunden seiner Umgebung bewegt.

Friedenslied

Ein neues Lied von Dota Kehr und Max Prosa.
Sie schrieben dazu:
Aus aktuellem Anlass haben wir gemeinsam ein Lied geschrieben. Wir wollen darin und weiterhin betonen, dass der Krieg in der Ukraine, wie jeder Krieg, im Interesse von wenigen mächtigen Menschen steht und sich gegen viele Leidtragende richtet. Nationalitäten spielen hier keine Rolle. Wir möchten zu Spenden für Hilfsorganisationen aufrufen, die sich um Menschen auf der Flucht kümmern. (…) Wir werden alle Einnahmen aus diesem Lied an Ärzte ohne Grenzen spenden. Uns ist bewusst, dass es in der jetzigen Situation mehr als bloßen Willen braucht, um diesen Krieg zu beenden. Wir fordern ein sofortiges Ende russischer Energieimporte (und eine möglichst schnelle Abkehr von fossilen Brennstoffen, denn es ist auch kein besserer Weg stattdessen z.B. den Krieg von Saudi Arabien im Jemen zu finanzieren.) Und auch wenn es nicht reicht, Friedenslieder zu singen, soll dieses Lied doch der Hoffnung auf Frieden Ausdruck geben, ohne die wir verzweifeln würden.“