Allgemein

Melbourne, Tag 3

Freitag, 23. Februar 2018

Eigentlich wollten wir ja heute morgen zum Yoga gehen, aber R. wacht mit komischen Schmerzen im Wadel auf. Und nachdem einige Freunde und Familienmitglieder bereits das Vergnügen mit einer Reisethrombose hatten und die Symptome absolut darauf hinwiesen, beschließen wir das Yoga sausen zu lassen und statt dessen der nahe gelegenen Notaufnahme einen Besuch abzustatten.

Wir kommen auch gleich dran und der nette Arzt untersucht den Patienten sehr ausführlich. An der Wade selbst kann der Doktor nichts feststellen. Nichts geschwollen, keine vergrößerten Venen. Dann wird noch Blut abgenommen und ebenfalls sofort untersucht. Innerhalb einer Stunde wird uns mitgeteilt, dass auf keinen Fall eine Thrombose vorläge. Viel wahrscheinlicher sei eine Muskelzerrung, nachdem wir gestern an die 15km in der Hitze Melbournes durch die Gegend gelaufen sind. Sehr erleichtert verlassen wir am frühen Nachmittag das Krankenhaus und machen uns zu Fuss auf nach Carlton. Das ist das italienische Stadtviertel. In der 4-Millionen Metropole Melbourne leben rund 200.000 Italiener. Dementsprechend gross ist “Little Italy’ und zahlreiche Restaurants, Trattorias und Eisdielen säumen die Straßen. Selbstverständlich muss Eisspezialist R. hier gleich das Eis ausprobieren. Im Italo-Spezialitäten Mekka “Brunetti” gibt es Kuchen, Gebäck, Eis, Pizza und Panini in allen erdenklichen Erscheinungsformen. Unglaublich. Ein italienisch-kulinar(r)isches Schlaraffenland! Da setzen sich die Speisen schon vom Hingucken direkt auf die Hüften. Das Eis wird von R. glücklicherweise für “exzellent” befunden und tröstet ein bisschen über die blöden Wadenschmerzen hinweg.

Aber nachdem der Wadel immer noch schmerzt und die Hitze einem zusetzt, beschliessen wir, einen kühlen Nachmittag im gleich neben dem „Brunetti“ liegenden Kino zu verbringen. Eine hervorragende Idee. Klimatisiert und abgekühlt verfolgen wir Annette Bennings und Jamie Bells Liebesgeschichte “Filmstars Don’t Die in Liverpool”.

Wegen Roland-Hinkebein nehmen wir den Bus nach Hause. Auch mal schön, den öffentlichen Verkehr in Melbourne auszuprobieren. Lief auch alles ganz glatt. Zu Hause angekommen, gibt unsere liebe Airbnb-Landlady dem Herrn R. erstmal ein Ice-Pack für sein schmerzendes Bein. Während Roland sein „Eisbein“ hochlegt, versuche ich mich an der Waschmaschine. Denn schließlich geht es am Sonntag schon wieder weiter nach Christchurch, NZ und wir reisen nur mit Handgepäck. Unterwäsche für eine Woche, 2 Hosen (1 kurz, 1 lang) und 3 T-Shirts …. da muss man ab und an waschen. Und bis ich mit der Wäsche fertig bin, ist auch schon wieder der Hunger da. Es geht zur nahe gelegenen Pizzeria mit dem lustigen Namen „LazerPig„, wo wir mal wieder hervorragend speisen.

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