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Christchurch, NZ

Aufgrund Unwohlseins fand ich die letzten zwei Tage leider keine Zeit zum Schreiben. Aber wir sind zurück. Genesen und bester Laune. Inzwischen sind wir in Christchurch, Neuseeland angekommen.

Christchurch ist sehr, sehr … wie soll ich sagen … interessant. Die Menschen hier sind immer noch mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben im Jahre 2011 beschäftigt. Die Innenstadt fühlt sich ein bisschen an, wie (Ost-) Berlin kurz nach dem Fall der Mauer. Riesige Baustellen. Klaffende Löcher zwischen zwei (oder mehreren) Gebäuden. Von einigen alten Häusern stehen nur noch die gestützten Fassaden und warten geduldig auf die Renovierung und einen neuen Anbau. Dazwischen (recht moderne und oftmals scheußliche) Neubauten. Die Straßen sind von recht jungen Schößlingen gesäumt, die in den kommenden Jahren hoffentlich zu prächtigen (das Stadtbild freundlicher erscheinen lassenden) Bäumen heranwachsen werden. In Gesprächen mit den Einheimischen zeigt sich, dass die Leute hier sehr freundlich, absolut gut gelaunt und sehr optimistisch sind, dass Christchurch bald wieder in einem neuen Glanz erstrahlen wird. Also, trotz riesiger Baustellen ist die Stadt sehr charmant und entspannt.

Aber irgendwie haben wir beide nach den 5 Tagen in Melbourne einen kleinen City-Koller. Und auch wenn Christchurch weitaus kleiner und kuschliger ist als Melbourne, so zieht es uns raus in die Natur und ans Wasser. Also ab zur Autovermietung. Eine gemütliche Fahrstunde südöstlich von Christchurch befindet sich auf der Banks-Halbinsel eine interessanteste Vulkanlandschaft. Die Halbinsel, die ursprünglich eine aus zwei Vulkankegeln geformte Insel war, verfügt über zwei große Krater, die Lyttelton und Akaroa Harbours bilden. Den Namen bekam die Halbinsel von dem Botaniker Joseph Banks, der mit Kapitän James Cook auf der Endeavour segelte.

Am südöstlichen Ende des tief und geschützt gelegenen Akaroa Harbour liegt die charmante Siedlung Akaro, die eine besondere Tatsache aufweist: Es handelt sich um die einzige französische Siedlung Neuseelands. Und wie kam es dazu? 1838 entschied der französische Walfänger Kapitän Langlois, dass Akaroa der ideale Standort für eine Stadt ist, die als Basislager für die Walfängerschiffe dienen sollte. Er kaufte die Halbinsel im Rahmen eines dubiosen Geschäfts von den eingeborenen Maori. Anschließend kehrte er nach Frankreich zurück und stellte eine Gruppe französischer und deutscher Familien zusammen, die nach Neuseeland segelte, um dort eine französische Kolonie zu bilden. Krux an der Geschichte ist nur, dass nach seiner Rückkehr nach Neuseeland das Land bereits der britischen Krone unterstellt wurde. Nichts desto trotz liessen sich die Franzosen in Akaroa nieder, was auch den noch heute zu spürenden französischen Flair erklärt.

Abends spielten wir noch eine Runde Arcade-Games auf der Strasse. Super lustig!

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