Te Anau und Queenstown

Weiterfahrt von Dunedin nach Te Ananu. Heute liegen wieder 300km Fahrt vor uns. Aber wir verbummeln den Vormittag noch auf der Halbinsel Otaga. Zu schön ist einfach die Aussicht auf die Bucht und Dunedin.

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Nach einer sehr kurzweiligen (weil es einfach viel zu viel zu sehen gibt) Fahrt, kommen wir am Spätnachmittag in Te Anau an. Die kleine Ortschaft am gleichnamigen See kanalisiert den Tourismus im Fjordland National Park. Hier beginnt die Zufahrt zum Milford Sound und es werden Transfers zu populären Wanderrouten wie Kepler, Greenstone, Hollyford oder Milford Track angeboten. Hauptattraktion vor Ort sind die Glowworm Caves am Seeufer gegenüber. Die aber haben wir uns dieses Mal gespart, denn wir waren ja schon letztes Jahr in den Glühwürmchen-Höhlen auf der Nordinsel.

Für den kommenden Morgen haben wir eine „Morning Tea Boat Tour“ gebucht – wir schippern ja gerne auf dem Wasser. Am Bootsanleger erwartet uns dieses geschichtsträchtige Segelboot. Sehr herzlich werden wir von den Kapitänen George und Adam empfangen. Insgesamt haben an die 20 Leute Platz auf dem Schiff, aber die beiden verraten uns, dass sie im Grunde nie mehr als 15 Leute mitnehmen, sonst wird es ihnen zu viel. An diesem Morgen sind wir insgesamt zu acht auf dem Boot: George und Adam und 6 Passagiere. Super!

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Wir legen ab und George erzählt uns ein wenig über die Geschichte des Bootes. Die „Faith“ – oder auch „Good Ol‘ Faith“, wie er sie liebevoll nennt. Faith wurde 1935 in Schottland gebaut und dann von Churchill zu Kriegszeiten zur Rettung der Truppen eingesetzt. Nach dem Krieg kam sie über Umwege über den großen Teich nach New York, dann über den Panama-Kanal nach Wellington. In Picton wurde die „Faith“ schließlich vor ca. 4 Jahren von George (inzwischen im Ruhestand) gekauft und einer abenteuerlichen Fitzcarraldo-Art vom Meer zum Lake Te Anau gebracht.

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Nach diesem unterhaltsamen Vortrag wird der „morning tea“ serviert und nach ca 45 Minuten Fahrt durch die Fjorde legen wir an einem kleinen Steg an und verlassen das Boot.

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Kapitän George verwandelt sich in „George Dundee“ – er tauscht die Kapitänsmütze gegen einen Lederhut und die schicken Lederhalbschuhe gegen Gummistiefel. So wandern wir mit ihm durch den Nationalpark zum „Hidden Lake“. Während dieser Wanderung hält George of inne und erzählt uns viel über die Fauna und Flora Neuseelands. Wir lernen wirklich viel und es macht unglaublich Spaß, ihm zuzuhören.

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Wieder an Board wird das Frühstück serviert und wir tuckern weiter durch die Fjorde. Dann kommt ein wenig Wind auf und die Segel werden gehisst. Als Adam uns dann noch ein Lied auf dem Dudelsack vorspielt, sind wir alle entzückt. Die Stimmung ist ausgelassen!

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Das war wirklich eine tolle Bootstour und die drei Stunden vergingen wie im Fluge. Schweren Herzens verlassen wir alle das Schiff und jeder geht seiner Wege. Unserer führt nach Queenstown.

Nachdem wir die morgendlichen Eindrücke bei einer weiteren Tasse Kaffee verarbeiten (und uns innerlich von George, Adam und Te Anau verabschieden), machen wir uns auf den Weg. Diesmal nur schlappe 200km Fahrt. Aber so schnell wie wir dachten, geht unsere Fahrt nicht voran. Denn wir müssen oft anhalten, aussteigen und kleinere Spaziergänge machen. Warum? Na ganz einfach: die Gegend ist einfach der Hammer. Ganz besonders hat es uns der Gebirgssee Wakatipu und die umliegenden Gebirgszüge „Devil’s Staircase“ angetan. Einfach gigantisch!

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In Queenstown werden wir von touristischem Trubel, sehr viel Verkehr und Sonnenschein begrüsst. Hier trifft man auf alle Nationalitäten und Altersgruppen – von den jungen, kurzbehosten Backpackern bis zum Rentner mit den bequemen Mephisto-Schuhen ist hier alles vertreten. Und dass in Massen. Wir machen einen Abstecher zur Uferpromenade. Sehr schön, aber eben auch leider sehr touristisch. Was aber auch nicht verwundert, denn Queenstown liegt am schönsten Uferabschnitte den über 80 km langen Wakatipu-Sees. Umwerfend schön! Und hier ist für jeden was geboten: Der eher bequeme Tourist kann mit der Seilbahn (entschuldigung – „Skyline Gondola“) hinauf zur Aussichtsplattform am 450 m hohen Bob’s Peak fahren und die fantastische Aussicht auf die Stadt, den See und die Bergkette „The Remarkables“ genießen. Und für die etwas aktiveren Touristen ist Queensland der reinste Abenteuerspielplatz. An jeder Ecke locken Veranstalter mit den verrücktesten Sachen: Bungee-Jumping, Skyline-Lunging (Sommerrodelbahn) oder Tandem-Gleitschirmflug. Nein Danke, ich hab schon!

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Nach einem kleinen Abendessen in einer kleinen Seitenstrasse, abseits des Trubels, begeben wir uns in unsere heutige Unterkunft. Der Airbnb-Gastgeber sagte uns bereits im Vorfeld, dass wir vor 18 Uhr gar nicht auftauchen sollen (Ungewöhnlich. Normalerweise ist die Butze ab 15 Uhr fertig). Na ja – dann hat er auch noch vergessen, den Schlüssel für uns zu hinterlegen. Nach einigem hin und her konnten wir dann doch noch „einziehen“. Die Unterkunft ist nicht so der Knaller. Praktisch und funktionell, aber leider sehr lieblos. Da hat der Gastgeber wirklich gutes Marketing mit sehr guten Fotos auf seiner Airbnb-Seite betrieben! Der Schein trügt und ich bin etwas enttäuscht – aber eigentlich Wurscht! Hauptsache ein Dach über dem Kopf!

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