Banff Nationalpark

Nachtrag, denn die letzten Tage verbrachten wir Wi-Fi-los im Banff Nationalpark. Digitaler Minimalismus. Tut auch mal gut! Wir haben in den letzten 4 Tagen so viel gesehen und erlebt – bitte seid nicht bös, wenn ich hier nicht alles detailliert aufzählen kann ….

Was soll ich sagen? Es ist einfach unglaublich schön hier! Wir wohnen direkt im Nationalpark und haben es somit nicht weit zu den von uns ausgesuchten Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen.

Ein „Muss“ ist (laut unserem Reiseführer) der Lake Louise. Und die Landschaft ist wirklich der Knaller – kein Wunder, dass dieser Ort die Menschen magisch anzieht. Trotz Nebensaison ist es am Lake Louise bereits hoffnungslos überlaufen. Man kann sich kaum vorstellen, wie die Landschaft hier in der Hochsaison an die 10.000 Besucher täglich verkraften soll.

Wir begeben uns auf einen kleinen Spaziergang entlang des Lake Louise. Nach ca. 10 Minuten treffen wir nur noch vereinzelt auf andere Spaziergänger. Die Flip Flop- und Stöckelschuhträger kommen auf dem verschneiten, matschigen und rutschigen Weg nicht weit 🤭!

Nach ca. 40 Minuten endet der Weg. Im Sommer/nach der Schneeschmelze kann man hier normalerweise noch weiter wandern. Ein paar Hartgesottene gehen tapfer weiter – auch wenn sie bis zum Knie im Schnee einsinken. Wir kehren um …

Auf dem Rückweg hören wir ein unangenehmes Knattern. Hubschrauber? So wie damals beim Franz Josef Glacier in Neuseeland, wo fusskranke Touristen sich mit dem Hubschrauber durch die Berge fliegen lassen? Weit gefehlt! Die sich auf dem Dach des Fairmont Hotels befindende Klimaanlage klappert was das Zeug hält und der Wind trägt das Geräusch genau in unsere Richtung. Das Fairmont Hotel ist ein riesiger in die Landchaft geschmissener Klotz, der architektonisch nicht viel hergibt. Herr R verglich es sogar mit „Platte in Neukölln“, was ich sehr lustig, wenn auch ein wenig zu weit hergeholt finde.

Viele der von uns ausgesuchten Wanderungen müssen wir auf halber Strecke unterbrechen und (ein wenig geknickt) umkehren. Entweder ist der Weg gesperrt, weil gerade aus dem Winterschlaf erwachte Bären sich in diesem Gebiet auf Futtersuche befinden oder weil die Grizzlybären noch Winterschlaf halten. Na ja – so einem hungrigen Bären will man ja auch nicht in die Quere kommen 🐻! Wirklich enttäuscht sind wir nicht. Denn hier gibt es so viel zu erkunden! Also machen wir kehrt und suchen uns einen neuen Wanderweg und/oder Aussichtspunkt. Schliesslich ist einfach alles hier sagenhaft gigantisch mega schön!

Essenstechnisch ist ein mehrtägiger Aufenthalt in einem Nationalpark immer eine Herausforderung. Man wird sich mal wieder bewusst, wie selbstverständlich wir unseren Zugang zu frischen Lebensmitteln hinnehmen. „Food insecurity“ nennt man das in so abgelegenen Gegenden. Hier im Banff Nationalpark kann man im Cafe des Fairmont Hotels speisen (das Restaurant war ausschließlich Hotelgästen zugänglich), es gibt einen kleinen Supermarkt, einen Sandwich-Laden und zwei Wirtschaften. Wir kommen damit (im Gegensatz zu einigen maulenden Touristen) recht gut klar. Zum einen kann man in dem kleinen Supermarkt frisches Obst, Käse und frisches Brot kaufen. Fertig ist die Brotzeit. Oder man(n) gönnt sich im Sandwich-Laden „Trailhead Cafe“ ein hochkalorisches Sandwich (Herr Rs Favorit = Mac&Cheese + Pulled Pork Sandwich), welches jeden Bären sofort in den mehrmonatigen Winterschlaf versetzen würde. 😂

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