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Sendepause

Aufgrund des Coronaviruses und den damit verbundenen Reiseeinschränkungen bleiben auch wir erstmal zu Hause. Absolut in Ordnung. Ich will an dieser Stelle auch auch gar nicht auf Dinge wie Händewaschen, Hamsterkäufe, politische Entscheidungen, Eigenverantwortung etc. eingehen.

Also, was passiert hier gerade bei uns? Nicht besonders viel. Nachdem Washington State seit gestern zum Risikogebiet erklärt wurde, sind nun auch bei uns die Schulen für sechs Wochen geschlossen, ebenso mussten (ausser Apotheken und Supermärkten) alle Geschäfte und Kneipen schließen. Wirtschaften dürfen nur noch Take-Out anbieten. „Social Distancing“ ist das Zauberwort. Wer kann, arbeitet von zu Hause aus, die anderen Menschen müssen leider den Verdienstausfall in Kauf nehmen.

Und nachdem der Frühling langsam im Anmarsch ist, nutzen wir die sonnigen Nachmittage zum Wandern. Das macht den Kopf frei … für die nächsten Grusel-Nachrichten …

Wer sich inzwischen im Dschungel der „Nachrichten“ nicht mehr auskennt, dem möchte ich an dieser Stelle den sehr informativen und unaufgeregten NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten“ ans Herz legen
(Danke für die Empfehlung, Olli!).

In diesem Sinne: Bleibt zu Hause, Stay Healthy & Kind!

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Portland

Kurzausflug nach Portland. Von der City of Subdued Excitement braucht man knapp 5 Stunden in die ca. 400km entfernte „Stadt der Rosen“ (wie Portland auch genannt wird). Portland gefällt mir sehr gut. Fast überall gibt es Fahrradwege, die Menschen sind unglaublich freundlich, die Stadt hat einen linksliberalen hippie- und ökomässigen Vibe, man findet noch richtige Neighborhoods mit kleinen Einzelhändlern (die grossen Ketten bleiben noch draussen) und viel Kunsthandwerk.

Das Highlight unserer Portland-Reise war neben dem Wiedersehen mit guten Freunden (die vor kurzem dorthin gezogen sind), der Besuch von „Powell City Books“. Für mich Leseratte das reinste Paradies: Der Laden umfasst einen kompletten Straßenblock und ist mit einer Verkaufsfläche von 6317 m² eine der größten unabhängigen Buchhandlungen der Welt.

Nach so vielen Büchern bekommt man bei einem Spaziergang entlang des Willamette Rivers den Kopf wieder frei.

Ein weiteres Highlight war das gemeinsame Kochen. Unsere Freunde sind leidenschaftliche Hobbyköche und Kayo’s original japanische Ramen sind legendär. Ramen sind eine eigene Art japanischer Nudeln, die traditionell in einer Suppe/Brühe serviert werden. Ramen gehört in Japan zu den wichtigsten Gerichten, die in Europa in die Kategorie Fastfood fallen würden. Allein in Tokio gibt es angeblich mehr als 5000 Ramenläden. Dabei ist die Zubereitung alles andere als „fast“. Die Brühe haben wir am Vorabend angesetzt. Nachdem die Anzahl der Vegetarier/Veganer in unserer Gruppe überwiegt, haben wir eine vegane Brühe aus Wasser, Kombu (= Alge, reich an Nährstoffen und Werten wir Eisen, Kalium, Calcium, Jod, Vitamin A, Vitamin D und Folsäure), Shiitake Pilzen und gerösteten Sojabohnen gekocht. Die Brühe simmert ein paar Stunden vor sich hin, bleibt dann einfach auf dem Herd stehen und wird nach ca. 24 Stunden abgeseiht und mit weiteren japanischen Leckereien gewürzt.
Der Nudelteig für die meisten Ramen besteht aus den Grundbestandteilen Weizenmehl, Salz und Wasser. Der Teig ist sehr, sehr zäh – lässt sich aber gut verarbeiten. Kayo hat aus frisch gemahlenen Haselnüssen (fast Haselnussbutter) und Miso eine salzig-nussige Paste gemacht, die sie unsere Suppenschüsseln gab. Dann wurden die gekochten Ramennudeln darauf verteilt, mit Brühe übergossen, mit im Ofen gerösteten Tomaten und Shiitake Pilzen garniert und schon schlürften wir drauf los. Das war wirklich eine der besten Ramen, die wir je gegessen haben.

In diesem Sinne: