Bild des Tages

Mittwochs arbeiten wir ja immer ehrenamtlich auf dem Schweine-Lebenshof. Das ist dann hin und wieder ein bisschen stressig, weil man ja auch noch das tägliche Arbeitspensum davor oder danach irgendwie ableisten muss. Aber so lang diese Tage manchmal auch sein mögen – ich möchte die Arbeit auf dem Hof und den Umgang mit diesen außergewöhnlichen Tieren nicht missen …

Kreativ sein …

Jeden Tag etwas Kreatives machen. Das habe ich mir 2020 vorgenommen und es bis jetzt — bis auf kleine Ausnahmen — auch gut durchgehalten. Inspiriert wurde ich von Künstlerinnen wie Lynda Barry, Terry Runyan, Charly Clements und Lisa Bardot. Und mit Skillshare-Kursen lerne ich auch ständig neues. Wasserfarben, Acryl, Buntstifte — sogar an das digitale Kreieren wage ich mich. Am leichtesten fällt mir das tägliche Zeichnen auf Karteikarten – die sind klein und auch “versaut” man sich keine ganze Seite in einem Sketchbook, wenn das Ergebis nicht so ausfällt, wie man es vielleicht gerne hätte. Obwohl ich mir jetzt im Nachhinein auch die “misslungenen” Sachen gerne anschaue und oftmals gar nicht sooo schlimm finde. Wie sagte schon Bob Ross: “We don’t make mistakes, we just have happy accidents!” 😂. In diesem Sinne: Happy creating & weniger selbstkritisch sein!

Gelli Print mit Farn- und Ahornblättern

Kindness

Kindness. So ein schönes Wort. Oftmals übersetzt mit etwas steif klingenden Begriffen wie „Freundlichkeit“, „Güte“ oder „Liebenswürdigkeit“. Und da wir alle gerade etwas (covid-)müde und/oder kollektiv erschöpft sind, sollten wir uns dies hier ein wenig zu Herzen nehmen:

Bücher 2021

Ich liebe Bücher. Und ich liebe Listen. Also habe ich natürlich eine Liste mit Büchern, die ich gelesen habe. Hier findet ihr die Liste der gelesenen Bücher vom letzten Jahr.

Die meisten Bücher lese ich nur noch auf dem E-Reader. Ausser Graphic Novels.

Was hast du letztes Jahr gelesen? Oder was hast du 2022 vor zu lesen?

Ein Bild pro Tag

In den letzten zwei Jahren habe ich – sicherlich auch pandemie-bedingt – nicht besonders viel geschrieben. Wahrscheinlich, weil nicht viel passiert ist. Wahrscheinlich, weil man in den letzten zwei Jahren oftmals sprachlos war. Wahrscheinlich weil ich nach einem Arbeitstag voller Übersetzungen nicht (mehr) genug Kreativität für lange Texte in mir habe.
Deswegen dachte ich mir, dass ich dieses Jahr zumindest jeden Tag ein Foto posten könnte. Ohne viel Text. Ohne lange Erklärungen.

Also fange ich jetzt mal damit an:

Spaziergang im Nebel in Fairhaven, WA

Neujahr

Schon wieder ein neues Jahr. Und das dritte Jahr in Folge, in dem wir mit der Pandemie leben werden müssen. Gerade in solchen Zeiten sind an die Hoffnung und an den Zusammenhalt appellierende Gedichte – wie das der talentierten Amanda Gorman – ein Lichtblick.
In diesem Sinne: Auf ein gutes, gesundes, zufriedenes und friedliches 2022.

New Day’s Lyric
May this be the day
We come together.
Mourning, we come to mend,
Withered, we come to weather,
Torn, we come to tend,
Battered, we come to better.
Tethered by this year of yearning,
We are learning
That though we weren’t ready for this,
We have been readied by it.
We steadily vow that no matter
How we are weighed down,
We must always pave a way forward.

This hope is our door, our portal.
Even if we never get back to normal,
Someday we can venture beyond it,
To leave the known and take the first steps.
So let us not return to what was normal,
But reach toward what is next.

What was cursed, we will cure.
What was plagued, we will prove pure.
Where we tend to argue, we will try to agree,
Those fortunes we forswore, now the future we foresee,
Where we weren’t aware, we’re now awake;
Those moments we missed
Are now these moments we make,
The moments we meet,
And our hearts, once all together beaten,
Now all together beat.

Come, look up with kindness yet,
For even solace can be sourced from sorrow.
We remember, not just for the sake of yesterday,
But to take on tomorrow.

We heed this old spirit,
In a new day’s lyric,
In our hearts, we hear it:
For auld lang syne, my dear,
For auld lang syne.
Be bold, sang Time this year,
Be bold, sang Time,
For when you honor yesterday,
Tomorrow ye will find.
Know what we’ve fought
Need not be forgot nor for none.
It defines us, binds us as one,
Come over, join this day just begun.
For wherever we come together,
We will forever overcome.
(Amanda Gorman)

Schwein gehabt

Das „Pigs Peace Sanctuary“ ist ein Ort der Ruhe und des Glücks für vierbeiniges Borstenvieh. Der sich eine Stunde nördlich von Seattle befindende Lebenshof ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Bereitstellung eines sicheren Zuhauses für ungewollte, misshandelte oder vernachlässigte Schweine in Not verschrieben hat. 1994 gründete Judy Woods das „Pigs Peace Sanctuary“. Die hier lebenden Schweine werden medizinisch versorgt, bekommen eine gesunde Ernährung, ein dauerhaftes Zuhause und liebevolle Zuwendung. Daneben spielt die Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Judy Woods und ihre (hauptsächlich ehrenamtlichen) Mitarbeiterinnen bemühen sich stets darum, die Öffentlichkeit über die Eigenschaften und Bedürfnisse von Schweinen sowie über die Missbräuche aufzuklären – speziell seitdem es „in“ ist, ein „Teacup“-Pig als Haustier zu halten (viele davon leben nun hier). Eigentlich hat sich das „Pigs Peace Sanctuary“ auf Schweine spezialisiert, aber manchmal werden auch andere bedürftige Tiere aufgenommen, darunter Ponys, Pferde, Lamas, Hunde, Katzen, Hühner, Schafe und Truthähne. 100 % der Spenden fließen in die Pflege der Tiere, die das Sanctuary ihr Zuhause nennen.

Genüßlich im Heu schlafende Sau

Der Schweinehimmel auf Erden umfasst 39 Acres (= ca. 16 Hektar) Wiesen- und Waldland mit einigen Teichen. Derzeit leben 114 Schweine im „Pigs Peace Sanctuary“. Alle Schweine können sich frei und nach Herzenslust auf den zahlreichen Wegen und Trampelpfaden bewegen und sich somit aussuchen, wo sie schlafen, grasen, wühlen und auf Erkundungsjagd gehen. Es gibt eine große Scheune, viele kleinere Schuppen und Hütten und sogar einige gemütliche „Suiten“, in denen zwei bis drei Schweine kuscheln können. Alle Schlafbereiche sind mit weichem Heu ausgelegt. Die Schweine können wirklich machen, was sie wollen. Einige stehen früh auf, andere sind Langschläfer und schlafen gerne aus. Sie bilden lebenslange Freundschaften und soziale Gruppen.

Wir haben in den letzten Jahren schon viel von Judy Woods und den geretteten Schweinen gehört und wollten uns jetzt mal selbst ein Bild davon machen. Jeden Sonntag gibt es eine 2-3 stündige Tour auf dem Hof. Diese Tour kann man ganz einfach auf der Webseite des Pigs Peace Sanctuary buchen. Nach einem herzlichen Empfang erzählt Judy Woods, wie sie zu ihrem ersten Schwein kam und wie sie die Idee für den Lebenshof hatte. Während des Rundgangs über das Gelände erfährt man viel über die Schicksale der einzelnen, dort lebenden Schweine, über ihre Eigenarten, über artgerechte Schweinehaltung und wie so ein Lebenshof „funktioniert“. Man kann den Schweinen bei ihren täglichen (oftmals sehr ulkigen) Abenteuern zuschauen, sie füttern und streicheln (wenn das Schwein sich anbietet). Der Besuch auf dem Lebenshof war sehr beeindruckend. Judy Woods hat ein kleines Paradies geschaffen und man sieht den Schweinen an, dass sie hier glücklich und zufrieden sind. Wenn Ihr also mal in Seattle und/oder Umgebung seid, so können wir einen Besuch im „Pigs Peace Sanctuary“ nur empfehlen.

Hier werfen wir Äpfel auf das Feld. Die Schweine fressen einem somit nicht aus der Hand, sondern müssen sich ein bisschen bewegen und sind lange mit dem Suchen der Äpfel beschäftigt.
Kühlendes Schlammbad. Der Schlamm kühlt nicht nur. Er dient auch gleichzeitig als Sonnenschutz. Die natürlichste Sonnencreme der Welt, sozusagen.

Und natürlich nicht vergessen (siehe Foto)

Tomaten im Topf

Nachdem wir aufgrund der vielen hier umherstreifenden Rehe keinen Gemüsegarten anlegen können (na ja – könnte man schon. Müsste man halt komplett einzäunen. Auch nicht schön), so haben wir dieses Jahr Tomaten im Topf auf die Terrasse gestellt. Die Rehe meiden die steilen Stufen zur Terrasse – also sind die Pflanzen nicht in Gefahr. Wir sind erstaunt, wie sich die kleinen Zöglinge in knapp vier Monaten entwickelt haben! Fast haushoch und prächtig tragend. Freuen uns schon auf die erste Ernte!

Da guckste in die Röhre ….