Kootenay National Park & Banff

In Radium, BC lassen wir uns in den Hot Springs treiben, bevor wir uns auf die knapp 200 km lange Fahrt nach Banff, AL begeben. Hört sich nach einem Katzensprung an, dennoch werden wir im Kootenay Nationalpark oft anhalten und auf Erkundungstour gehen, so dass wir erst spät in Banff ankommen werden. Aber so war das ja auch geplant ….

Wir entdecken u.a. den Marble Canyon. Der Weg führt über 7 Brücken (jetzt bitte Peter Maffay summen) zu einem spektakulären Wasserfall. Der Marble Canyon ist ca. 4 Meter breit und ca. 40 m tief. An der 7. Brücke wartet das Highlight: eine Naturgewalt in Form eines gigantischen Wasserfalls.

Video des Wasserfalls

(sorry! Das Video werde ich nach unserer Heimkehr in das Post „ordnungsgemäß“ einbetten. Ich update das Blog derzeit vom Telefon aus … Bis dahin einfach dem Link folgen.)

Und so zuckeln wir weiter durch den Kootenay Nationalpark. Halten hier und dort an und sind von der Schönheit und Gewaltigkeit der Natur einfach überwältigt. Man weiss gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll ….

Banff ist ein typischer Wintersportort. Hier schieben sich pro Jahr an die 5 Millionen Besucher durch den kleinen Ort, in dem man durchschnittliches Essen in überteuerten Restaurants und Souvenirläden en masse findet. In der Nebensaison ist es touristentechnisch etwas ruhiger … und zum Glück werden wir auch nicht in dem trubeligen Ort nächtigen. Wir haben (dank Nebensaison) ein preisgünstiges Hotel mitten im Skigebiet des Sunshine Village gefunden. Das Hotel ist nur mit der Gondel zu erreichen. Die letzte Gondel fährt um 17:30 Uhr. Mal was anderes! So können wir Abends dem Trubel entkommen, im Hot Tub sitzen und die vielen Eindrücke dieser Reise in Ruhe Revue passieren lassen.

Kimberley, Fairmont Hot Springs & Radium, BC

In Kimberley wird einem nicht langweilig. Und wenn man ortskundige Freunde hat, ist das natürlich noch viel besser. Beim gemeinsamen Frühstück in der „Kimberley City Bakery“ (übrigens ist Freitags „Croissant Day“ 🥐🥐) schmieden wir Pläne für den bevorstehenden Tag. Nach dieser Stärkung erkundeten wir die Gegend. Wir liessen uns durch den Ort führen, spazierten zu den Wasserfällen am Marysville Falls Trail (wo unsere Freundin vor ein paar Jahren mitten in der Natur geheiratet hat), und von dort ging es weiter zu den „The Pine Buttes“, wo wir einen kleinen Berg bestiegen und von dort die Aussicht genossen.Am nächsten Tag ging es zum Baden nach Fairmont in die dortigen Therme (Hot Springs). Es war herrlich, einfach nur im warmen Wasser zu sitzen und die Landschaft zu betrachten. Eigentlich waren wir an diesem Tag sehr faul und hätten etwas energiegeladener sein können, aber bekanntlich macht Baden müde und somit ist an diesem Tag auch nicht mehr viel passiert.

Nach dem Baden fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft nach Radium, BC. In der derzeitigen Nebensaison ein etwas verschlafener Ort, der in den Winter- und Sommermonaten sich vor Touristen sicherlich kaum retten kann.

Kimberley, BC

Heute liegt eine lange Strecke vor uns: Ziel ist Kimberley, BC (Kanada). Wir brausen über den ereignislosen Highway 31 Richtung Kanada. Am absolut null frequentierten Grenzübergang in Nelway war dem Grenzbeamten so langweilig, dass er uns gleich ein 5-minütiges Schwätzchen aus den Rippen leierte.

In Nelson gabs eine Kaffeepasue, gefolgt von einem Spaziergang durch das charmante Städtchen. Gerne würden wir ein bisschen länger bleiben, aber es liegt noch eine gewaltige Strecke von 260 km vor uns. Von Nelson geht es weiter nach Balfur. Dort nehmen wir die kostenlose (!!) Fähre nach Kootenay Bay.

Und nun geht es über kurvige Strassen Richtung Creston, BC. Langweilig wird diese lange Fahrt jedoch nicht: zum einen kann man sich an der Landschaft kaum satt sehen und zum anderen muss man der ein oder anderen Truthahn-Familie oder auf der Strasse verweilenden Rehen ausweichen.

In Kimberley, BC treffen wir unsere Freundin Monica, die vor drei Jahren dem überteuerten San Francisco den Rücken kehrte und sich für das ruhigere Leben in den Kootenays (so heisst diese Region in British Columbia, benannt nach dem indianischen Stamm) entschied.

Das Wiedersehen wurde in dem „Old Bauernhaus“ gefeiert. Dieses 350 Jahre alte Bauernhaus wurde im Jahr 1989 von einem etwas exzentrischem kanadischen Ehepaar Brett für Brett nach Kimberley importiert. Und nun ist es das beste Restaurant am Platz. In einer absolut gemütlichen Bauernstube kann man hervorragend bayrisch essen. Sogar die vegetarischen Gerichte sind absolut authentisch.

Von Leavenworth nach Spokane

Wir verlassen die „bayerische“ Idylle Leavenworths und fahren Richtung Spokane. Schon bald verändert sich die Landschaft. Die majestätischen Cascade Mountains weichen sanften Hügeln mit Unmengen an Birnbäumen entlang des Wenatchee Rivers.

Nach Wenatchee, WA entscheiden wir uns gegen die Autobahn und folgen der landschaftlich reizvolleren Bundesstrasse Richtung Spokane – auch wenn dies länger dauern wird. Die sanften Birnbaumhügel weichen und wir befinden uns auf einmal im platten Land. Rings um uns herum Felder. Weizen- und Maisanbau en gros.

Auch dies dauert nicht lange an und plötzlich umgibt uns eine canyon-artige Landschaft entlang des Columbia River. Abgefahren! Besonders faszinierend fand ich den Steamboat Rock State Park. Hier dominiert ein riesiger Felsen die Landschaft, dessen Form an ein Dampfschiff erinnert.

Etwas erschöpft von all diesen Eindrücken erreichen wir Spokane, benannt nach dem Indianerstamm der Spokane. Nach Seattle ist Spokane die zweitgrösste Stadt im Staate Washington – mit rund 220.000 Einwohnern (gefühlte 500.000, aber wir sind inzwischen ja auch richtige Landeier).

Wie immer zieht es uns zum Wasser. Leider ist der Riverfront Park derzeit eine riesige Baustelle. Nichts desto trotz finden wir einige Spazierwege die uns zu den reissenden Spokane Falls und zum Monroe Damm führen.

Wir lassen den Tag bei „Annie’s veganer Pizza“ und hausgemachter Kardamom-Limonade ausklingen.

Road Trip 2019

Unser diesjähriger Road Trip führt uns über Washington State in die kanadischen Rockies. Wir beginnen mit Leavenworth, WA. Leavenworth liegt ca. 250 km südöstlich von B’ham. Bei Leavenworth handelt es sich um ein eigentlich verschlafenes Nest mit nur knapp 2.100 Einwohnern in den Cascade Mountains. Na ja – so verschlafen ist es hier nun auch nicht. Denn pro Jahr schieben sich an die zwei Millionen Touristen durch das bayerische Dorf. Bayerisches Dorf? Ja genau! Ursprünglich war Leavenworth ein wirtschaftlich gut aufgestellter Ort mit einem großen Güterverladebahnhof. Doch nach dessen Schließung drohte dem Dorf das „Aus“. Leavenworth war in den 60-er Jahren nahe daran, zur Geisterstadt zu mutieren. Einige schlaue Köpfe überlegten sich, dass man das in dieser malerischen Natur gelegene Dorf doch durch den Umbau in einen bayerischen Ort zur Touristenattraktion machen könnte. Der Plan ging auf! Leavenworth kann durchaus mit Oberammergau und Garmisch mithalten. Orientiert an bayerischen Feiertagen und Bräuchen werden die Touristen angelockt: Maibaum aufstellen, Oktoberfest und Christkindlmarkt. Ansonsten wird mit Attraktionen wie u.a dem „Nussknacker-Museum“ geworben, wo man an die 5000 Nüsse knackende Männchen bestaunen kann (ein paar Kuckucksuhren sind auch darunter!).

Mit diesem Wissen haben wir uns auf das Schlimmste eingestellt und wurden absolut positiv überrascht. Natürlich ist ein bayerisches Dorf mitten im Pacific Northwest absurd, dennoch können die gemütlichen Biergärten und Restaurants durchaus mit dem „Original“ mithalten (und wir sind wirklich harte Kritiker). Zudem ist die Landschaft der Hammer! Und wir stellten fest, dass man den Touristen (wobei es bei unserem Besuch wirklich sehr leer war) entgehen kann, indem man sich einfach auf einen der vielen umliegenden Wanderwege begibt. Mag man es ein wenig abenteuerlicher, so kann man auch Klettern gehen oder sich in einem Kanu oder Kajak auf den Wenatchee River wagen. Ich würde einen Besuch in der Nebensaison empfehlen – möglichst unter der Woche.

Skagit Valley Tulpenfestival

Jährlich strömen im April strömen bis zu 1 Millionen Menschen in das beschauliche Skagit Valley, um die Tulpenfelder zu bewundern. Die Wochenenden gilt es zu meiden – denn dann sieht man hauptsächlich Touristen und wenig Tulpen. Abgesehen von den Tulpenfeldern und den herrlich angelegten Gärten, gefällt mir natürlich die Ansicht der Berge (Mt. Baker, Twin Sisters etc.) im Hintergrund.

Hilo und Akaka Falls State Park

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Banyan Tree, Hilo


Da wir es im Urlaub ja gerne ruhig haben, war es für uns ganz klar, dass wir uns eine Unterkunft weitab des Touristenrummels suchen werden. Unsere Wahl fiel auf Hilo. Hilo ist die regenreichste Stadt der USA – und somit für die strandgeilen und sonnenhungrigen Touristen bereits unattraktiv. Dass Hilo mit seinen 47.000 Einwohnern die Hauptstadt Big Islands ist, kann man auf den ersten Blick kaum glauben. Denn natürlich denkt man, dass die großen Touristenzentren der Insel (Kona und Kohala), die auf der sonnigen und trocknen Westseite liegen, eher Anspruch auf diesen Titel hätten. Aufgrund der vielen Regentage kann Hilo meiner Meinung nach mit einigen einzigartigen Highlights aufwarten, denn: Wo viel Regen ist, ist auch viel Vegetation. Und somit findet man in Hilo zahlreiche wunderschöne Gärten mit exotisch- überbordendem Pflanzenbestand!

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Holzbrücke auf unserem täglichen Spaziergang von unserem Airbnb nach Hilo

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Beeindruckende Vegetation Seitens der Brücke

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Lustige Ananas-Tür des Hilo Bay Hotels

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Täglicher Gemüse- und Obstmarkt

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Der Akaka Falls State Park befindet nordöstlichen von Hilo und begeistert die Besucher mit zwei herrlichen Wasserfällen auf. Der 0,6 km lange und nur leicht ansteigende Wanderweg führt Sie durch einen üppigen Regenwald mit wild wachsenden Orchideen, Bambushainen und wunderschönen Farnen. Zuerst stösst man auf die 30 m hohen Kahuna Falls. Hinter der nächsten Biegung des Rundwegs erblickt man bereits die Akaka Falls erblicken, die sich über 135 m in die Tiefe stürzen. Die Wanderung (kann man es denn überhaupt so nennen?) dauert weniger als eine Stunde.

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Tanz auf dem Vulkan

IMG_1825Während unseren Vorbereitungen für den Urlaub auf Big Island wurde uns schnell klar, dass dies kein Badeurlaub werden würde, sondern dass diesmal Wandern und Erkunden angesagt ist. Schließlich kommt man nicht alle Tage auf eine Vulkaninsel. Und so verbrachten wir einige Tage im Vulcano Nationalpark. Pro Tag zieht dieser 1.309 km² große Park an die 3.500 Besucher an. Im Jahr 2018 sind während des Vulkanausbruchs ca. 10.000 Besucher täglich in den Park geströmt. Wir hatten Glück – während unserer Zeit dort war es erstaunlich ruhig. Dies könnte u.a. auch daran gelegen haben, dass durch den letzten Vulkanausbruchs viele Straßen und Wanderwege zerstört wurden. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Yosemite National Parks an der Erstellung neuer Straßen und Wanderwegen gearbeitet. Der Vulcano National Park wurde 1987 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Neben ausgedehnten Lavafeldern findet man die aktiven Vulkane Kilauea und Mauna Loa und sieben ökologische Zonen (Küste, Flachland, Mittelgebirge, Regenwald, Bergwald, subalpine und alpine Region). Aber seht selbst:IMG_1832IMG_1834IMG_1839IMG_1838IMG_2160IMG_2162IMG_2173

Auf den Hund gekommen

Wie schon Carl Zuckmayer so treffend sagte: „Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!“
Wenn wir nicht so viel unterwegs wären, hätten wir sicherlich schon längst unseren eigenen Hund. Bis es aber soweit ist, kümmern wir weiterhin um die alleine gelassenen Hunde im hiesigen Tierheim und um die vierbeinigen Mitbewohner unserer Freunde, wenn diese mal verreisen. So wie auch heute: