Kulinar(r)isch

Dragon Bowl: Reisnudeln mit Gemüse und Erdnusssauce

Dragon Bowl: Reisnudeln mit Veggies und Erdnusssauce

Erdnuss-Sauce? Erdnusssoße? Erdnusssauce? Oder Erdnuss-Soße? Egal! Hauptsache einfach und lecker. Diese Soße ist sehr vielfältig – kann kalt oder warm genossen werden. Als Salatdressing oder zu einem Stir Fry. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wir haben die Sauce dieses Mal mit Reisnudeln, Tofu, Brokkoli, Sojasprossen, Karotten, Wasserkastanien und frischem Spinat gemischt. [Leider kann ich nicht sagen, dass dieses Essen rein vegetarisch war – denn wir haben das Ganze mit Krabbenchips dekoriert.]

Und so geht’s:
½ cup Erdnussbutter (am besten mit Stückchen)
½ cup Wasser
3 EL Reisessig
2 EL Sojasauce oder Kokos Aminos
1 EL Agavensirup
1 EL Sriracha Sauce
Alle Zutaten in einen Mixer schmeissen und zu einem dickflüssigen Dressing verarbeiten. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Ganz nach Eurem Gusto: der eine mag es etwas süßer, der andere etwas saurer und der dritte etwas „erdnussiger“ und der vierte etwas schärfer. Wer die grobe Erdnussbutter verwendet und gerne die Erdnussstückchen in der Sauce haben will, schlägt das Ganze am besten mit einem Schneebesen auf. Im Kühlschrank hält sich die Sauce ca. 5 Tage.

Woll-Lust

Neues vom Woll-Junkie

Meine Hände können einfach nicht stillhalten und die Wolle geht mir irgendwie auch nicht aus. Um meine gefühlten tausend Wollreste endlich zu verarbeiten, habe ich vor Kurzem eine recht gemütliche Wolldecke gehäkelt. Die Anleitung dazu findest du hier.

Und damit der in einem vorherigen Blogpost erwähnte Oktopus nicht so einsam ist, hat er einen etwas bissigen Anglerfisch als Gefährten bekommen.

Allgemein · Reisen

„Spontan“-Ausflug nach Vancouver

Sonnenuntergang in Vancouver

Es ergab sich (wäre wirklich eine zu lange Geschichte, die Umstände zu erläutern), dass wir das die letzten Tage in Vancouver verbringen konnten. Ist ja auch nicht weit weg von uns: in nur knapp 90 Minuten (up north) fährt man von der „City of Subdued Excitement“ in diese malerische, kanadische Millionen-Metropole. Großstadt-Flair – direkt am Wasser und Aussicht auf die Berge. Vancouver ist immer wieder ein Erlebnis. Im Nachhinein drehte sich dieses Mal alles um lange Spaziergänger, das Entdecken „neuer“ (= oder besser: für uns neue :)) Sehenswürdigkeiten, das Ausprobieren von vegetarischen und veganen Lokalen, dem Aufsuchen von Geschäften, die es in der „City of Subdued Excitement“ nicht gibt und auch um (ein wenig) Kunst. Fangen wir doch einfach mal mit den Spaziergängen an. Auf einem unserer Spaziergänge entlang der English Bay stießen wir im Morton Park (Davie and Denman) auf 14 RIESIGE Bronzestatuen, die uns in ihren Bann zogen. „A-maze-ing Laughter“ ist eine Bronze-Installation des Künstlers Yue Minjun. 14 ca. drei Meter große, lachende Männer in lustigen Posen laden zum Schmunzeln, Umarmen und Fotografieren ein. Die Besucher stellen sich gerne in der gleichen Pose unter die Statuen und lassen sich fotografieren. Witzig. Eine sehr schöne Idee.

English Bay, Vancouver, BC
A-maze-ing Laughter, Vancouver, BC

Weiter geht es zu den veganen Restaurants. Wir haben einiges ausprobiert, aber meistens vergessen, Fotos zu machen. Wir können jedoch sagen, dass alles unglaublich gut geschmeckt hat. Zum Beispiel der süß-saure Blumenkohl und der fantastische Burger im „MeeT“ sowie die Cesars Salad und die vegane Pizza im „Virtous Pie„.

Shoppen gehört ja im Grunde zu den Dingen, die ich wirklich verabscheue. Aber wenn wir schonmal in Vancouver sind, dann gehe ich gerne auf einen Sprung zum „Muji“ und in den Unverpackt-Laden „Soap Dispensary„.

Auch kulturell kamen wir in der Vancouver Gallery of Art ganz auf unsere Kosten. Derzeit wird dort die Arbeit von Cindy Sherman präsentiert. Die mir bis dato unbekannte Künstlerin begeisterte mich auf Anhieb.

Vancouver Art Gallery

Cindy wer? Cindy Sherman wurde 1954 in Glen Ridge / NJ, USA geboren und studierte in den 70-er Jahren Kunst am State University College in Buffalo, New York; BFA. Sie zählt zu den wichtigsten Vertreterinnen inszenierter Fotografie.

Mithilfe von Verkleidungen, Make-up, Prothesen und schaurigen Inszenierungen schlüpft sie in die unterschiedlichsten Rollen. Mal in die Rolle des Clown, dann als Fashionista – sie nutzt Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop, um ihr Erscheinungsbild anschließend zu verändern. Dabei agiert sie zugleich vor wie auch hinter der Kamera: ist Fotografin und zugleich Modell. Das Resultat ist ein Sammelsurium voller genüsslich inszenierter Täuschungen und Maskeraden, in welchem sich die Künstlerin konzeptuell mit Fragen der Identität, Rollenbilder, Körperlichkeit und Sexualität beschäftigt. Parodistisch, bissig, manchmal brutal repräsentieren diese Bilder in Anlehnung an kulturelle und soziale Stereotype ein breites Spektrum an Figuren. Hinterfragt werden in der unterschiedlichen Art ihrer Darstellung Werbung, Kino oder klassische Malerei. Im Hintergrund wird eine subtile Analyse der – vor allem weiblichen – individuellen Identität sowie der Fantasien spürbar, die diese auslöst. Beim Betrachten von Shermans Bildern werden viele Emotionen ausgelöst. Ich musste sehr schmunzeln. Manchmal zweimal hinsehen. Manchmal fuhr mir der Schrecken in die Glieder oder ist musste mich fast ein wenig angewidert abwenden. Man taucht ein in ungewisse und konfliktbeladene Bereiche, in denen die Identität des Individuums mit dem kollektiven Unbewussten, mit Stereotypen und symbolischer Macht ringt. Wenn also mal in deiner Nähe eine Cindy Sherman Ausstellung stattfinden sollte, dann schaue sie dir unbedingt an!

Und abschließend noch noch ein schönes Interview mit Cindy Sherman.

Film

Nachschlag – Filmempfehlung

In meinem „Sundance 2020“-Beitrag habe ich u.a. die Doku „The Dissident“ angeführt.
Es geht um den in der saudiarabischen Botschaft in Istanbul ermordeten saudischen Journalisten Jamal Kashoggi. Wer nicht so lange auf den von mir erwähnten Film warten will, kann sich bis dahin eine zweiteilige Doku auf ARTE zu genau diesem Thema anschauen. „Mord im Konsulat“ ist in der ARTE-Mediathek bis zum 18. März 2020 verfügbar.
* Mord im Konsulat, Teil 1
* Mord im Konsulat, Teil 2
Ich werde mir diese Doku in den kommenden Tagen auch anschauen …

Film

Gegen den Strom

Vielleicht habt Ihr den Film schon gesehen. „Gegen den Strom“ („Kona fer i strid“ / „Woman at War“) kam bereits 2018 in die Kinos. Dennoch hatte ich erst jetzt die Gelegenheit diesen Film zu sehen. Ein Meisterwerk, das einen noch lange über das Gesehene nachdenken lässt:
Worum geht’s:
Die unabhängige und selbstbewusste 50-jährige Chorleiterin Halla führt nach außen hin ein ruhiges Leben. Doch der Schein trügt. In ihrer Freizeit sabotiert die leidenschaftliche Umweltaktivistin unter dem Decknamen „Woman of the Mountain“ regelmäßig Aluminiumfabriken und sorgt mit riskanten Aktionen dafür, dass Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor gestoppt werden. Doch dann bringt die Bewilligung eines fast schon in Vergessenheit geratenen Adoptionsantrags Hallas gradlinige Pläne durcheinander. Entschlossen plant sie ihre letzte und mutigste Aktion als Retterin des isländischen Hochlands …
Ein wunderschöner Film mit viel Symbolik. Halla ist eine starke und für sich wertekonform agierende Frau, unabhängig und auf stille Art attraktiv und in sich ruhend. In dieser Figur feiert der Regisseur Benedikt Erlingsson den Mythos der modernen Kriegerin, die Mutter Erde retten will, eine zeitgenössische Amazone. Gleichzeitig erinnert Halla aber auch an die antike Artemis, Göttin des Waldes, der Jagd und des Mondes sowie ­Hüterin der Frauen und Kinder.
Visuell ist der Film der absolute Knaller: die wunderbaren Aufnahmen Islands sprechen für sich und bedürfen keiner Interpretation. Der Einsatz der dreiköpfigen Band und den ukrainischen Volkssängerinnen gibt dem Film etwas Surreales und verleitet den Zuschauer gleichzeitig herrlich unaufdringlich dazu, diesen tonalen Szenen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Fazit: Absolut sehenswert.

* Hier noch ein schönes Interview mit dem Regisseur Benedikt Erlingsson, welches viele offene Fragen nach dem Sehen des Filmes klärt: Benedikt Erlingsson über „Gegen den Strom“.
** Und hier noch der Trailer im Original mit Untertiteln „Kona fer i strid“ / „Woman at War“

Allgemein

Valentinstag: Beach Cleanup

Die Umweltorganisation RESources veranstaltete an diesem Valentinstag einen Beach Cleanup. Diesmal Downtown Bellingham, rund um den Maritime Heritage Park. Dieser Park ist nicht unbedingt der schönste Park in Bellingham. Mittendrin befindet sich eine Fischzucht und er ist ein beliebter Treffpunkt und Schlafplatz für Obdachlose, was sicherlich auch daran liegen mag, dass sich der Park in unmittelbarer Nähe des Obdachlosenheimes sowie der Essensausgaben befindet.
Ausgestattet mit Arbeitshandschuhen, Eimern/Müllsäcken, Müllzangen und festen Schuhen füllten wir in knapp zwei Stunden zwei große Eimer und einen großen Müllsack mit Glasscherben, Dosen, Schuhen, Angelschnüren, Chipstüten und vielen anderen Dingen, die in der Natur eigentlich nichts zu suchen haben. Unsere eifrigen Mit-Sammler (ca. 30 Leute insgesamt) lieferten ähnliche Mengen an Unrat ab. Insgesamt sammelten wir 250 Kilo Müll!

In diesem Sinne: Immer den eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen oder vor Ort in die dafür bereitgestellten Mülleimer werfen. Oder noch besser: erst gar keinen Müll produzieren.

Kulinar(r)isch

Rote Beete Burger

Gestern habe ich sechs Knollen rote Beete entsaftet (für lecker rote Beete Schorle) und dabei blieb eine Menge Fruchtfleisch (?? heisst das bei Gemüse auch „Fruchtfleisch“??) übrig. Im Grunde ist es viel zu schade, diesen Zellstoff wegzuschmeissen. Also was tun? Wie wäre es mit Gemüseburger? Gedacht. Recherchiert. Getan. Ich habe einfach das recht trockene (dank unseres super Omega Entsafters) Fruchtfleisch der roten Beete mit etwas gekochtem Quinoa, Zwiebeln, Champignons, schwarzen Bohnen, gemahlenen Walnüssen und einigen Gewürzen gemischt, Burger Patties geformt und diese im Ofen bei 190 ºC ca. 45 Minuten (nach ca. 20 Minuten wenden) gebacken.
Cruelty Free – ohne Tiermord. Vegan. Und das Wichtigste: Sau Lecker.

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So sehen die Burger Patties in rohem Zustand aus

Das Rezept kann man bei „The Minimalist Baker“ finden. Viel Spaß beim Nachkochen!

Kulinar(r)isch

Süß-Saure Ananas-Gemüsepfanne (v, gf)

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Was macht man mit einer halben, frischen Ananas, die seit 2 Tagen im Kühlschrank darauf wartet endlich aufgegessen zu werden? Neben der Ananas hatten wir noch eine ganze Menge Gemüse vorrätig. Also fiel die Entscheidung leicht – heute gibt es eine süß-saure Gemüsepfanne mit Ananas.

Man braucht:
Braunen Reis für 2 Personen (optional)
1 Packung festen Tofu
Gemüse nach Belieben. Wir hatten gerade folgendes vorrätig:
1 rote Paprika
Brokkoli
Blumenkohl
Zuckerschoten
1 rote Zwiebel
2 Karotten
etwas Sesamöl
Für die Soße:
100 ml Wasser oder Gemüsebrühe (ich verwende gerne etwas Miso-Brühe)
3 – 4 EL Ahornsirup oder Agavensirup
2 EL Tomatenpaste (oder Ketchup – dann aber auf jeden Fall weniger Sirup verwenden, da der Ketchup schon sehr viel Zucker enthält)
1 -2 EL Apfelessig
1 EL Tamari, Sojasauce oder Coconut Amino Acids
1 gehäufter EL Maisstärke
Gewürfelte Ananas, frisch oder aus der Dose – Menge nach Belieben

[wenn es noch nicht süß genug ist kann man auch etwas Ananassaft (geht auch aus der Dose) dazu geben]

So geht’s:
Zuerst mal den Tofu knusprig braten. Wie das genau geht (Tofu pressen, schneiden, frittieren etc.) könnt Ihr in diesem Video sehen. Knusprigen Tofu aus dem Wok nehmen und beiseite stellen. Den Reis kochen.
Für die Soße in einem kleinen Topf das Wasser/die Brühe, den Ahorn-/Agavensirup, Tomatenpaste/Ketchup, Apfelessig, Sojasauce/Tamari ganz langsam aufkochen. Gewürfelte Ananasstückchen dazu geben. Kurz vor dem Servieren die Sauce noch mit der Maisstärke etwas andicken.
Während die Sauce vor sich hin blubbert, das Sesamöl im Wok erhitzen und die gewürfelte Zwiebel anschwitzen, dann das restliche Gemüse knackig anbraten. Den knusprigen Tofu untermischen. Die süß-saure Sauce dazugeben. Fertig gekochten Reis auf einen Teller oder in eine Schüssel geben, darauf eine Portion des süß-sauren Ananasgemüses geben, mit einigen Erdnüssen oder Cashewnüssen bestreuen.
Guten Appetit!

Allgemein

Spaziergang

Drayton Bay, Blaine, WA

Nach einer erneuten Woche ununterbrochenen Regens ließ sich gestern endlich mal wieder die Sonne für einige Stunden sehen. Für uns ein guter Grund in Blaine, WA spazieren zu gehen. Der Strandspaziergang wurde uns durch viele Möwen, Haubentaucher und Seehunde sowie einer unglaublichen Aussicht auf Mt. Baker versüßt.

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Film

Sundance 2020

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Q&A „The Dissident“

Sundance 2020! 22 Filme in 10 Tagen. Und das ist nur ein kleiner Bruchteil der auf Sundance gezeigten Filme (insgesamt 115–125 Filme/Dokus, 60–80 Kurzfilme, 10–15 Episodenfilme). Anbei unsere Empfehlungen!
** Am Ende dieses Beitrags findet Ihr zudem noch zwei hübsche Links zu allen Sundance Filmen, die Ihr bereits jetzt schon oder demnächst auf den verschiedenen Streaming- Plattformen finden könnt.

  • And Then We Danced
    Worum geht’s?
    Bereits seit seiner Kindheit trainiert Merab mit seiner Tanzpartnerin Mary im Georgian National Ensemble. Seine Welt wird auf den Kopf gestellt, als eines Tages der charismatische und unbekümmerte Irakli zu dem Ensemble stößt. Dieser wird nicht nur zu seinem größten Rivalen, sondern weckt noch ganz andere Gefühle in ihm.
    „Fun Fact“: Da in Georgien Homosexualität leider immer noch ein absolutes Tabu ist, gab der Regisseur vor den Dreharbeiten eine andere Geschichte an, die der Film erzählt, um nicht von den verschiedenen Drehorten vertrieben zu werden. Der Name des georgischen Tanzchoreografen wird im Abspann nicht genannt, sondern als „anonym“ aufgeführt, da Akin befürchtete, dieser könne seinen Job verlieren.
    Fazit: Absolut sehenswert!

  • The Fight:
    Worum geht’s?
    Dokumentarfilm über die Amerikanische Bürgerrechts Union „ACLU“ (American Civil Liberties Union). Speziell zu Zeiten Trumps ist die Arbeit der ACLU gefragt wie noch nie. Begleitet werden vier unermüdlich für ihre Klienten arbeitende Anwälte, welche ihre Klienten gegen die von der Trump Administration initiierte (menschenverachtende) verabschiedete Sanktionen verteidigen. Es geht um LGBTQ-Rechte in der amerikanischen Armee, um Schwangerschaftsabbrüche, um die Frage, ob es legal ist nach dem Einwanderungsstatus in der bevorstehenden Volkszählung zu fragen und um die Suche nach den von Eltern an der Grenze getrennten Kindern.
    Fazit: Absolut sehenswert – auch wenn man bereits weiss, was die ACLU ist! In Zeiten wie diesen, ist eine Organisation wie ACLU absolut notwendig, um dem derzeitigen menschenunwürdigem Wahnsinn dieser Regierung entgegenzutreten. Selbst wenn man der ACLU kritisch gegenübersteht, so überzeugt das unermüdliche Engagement der Mitarbeiter/Anwälte! („The Fight“ wurde von Magnolia gekauft. Kann man sich sicherlich bald anschauen.)

    The Fight — Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • The Dissident:
    Worum geht’s?
    Ein atemberaubend mutiger Dokumentationsfilm über den in der saudiarabischen Botschaft in Istanbul ermordeten saudischen Journalisten Jamal Kashoggi.
    Fazit: Furcht Erregend! Harter Tobak! Absolut sehenswert.

    The dissident
    Quelle: Sundance.org
  • Four Good Days:
    Worum geht’s?
    Enttäuschend oberflächliches Drama mit Glenn Close und Mila Kunis über die Beziehung einer Mutter und ihrer drogensüchtigen Tochter.
    Fazit: Muss man sich nicht ansehen!

    Four Good Days - Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • Us Kids:
    Worum geht’s?
    Eine Doku über die überlebenden Jugendlichen des Parkland School-Shootings. Der Film zeigt den Kampf der Jugendlichen für strengere Waffengesetze und wie sie das eigene Trauma verarbeiten.
    Fazit: Absolut sehenswert.

    Us Kids
    Quelle: NYTimes
  • Rebuilding Paradise:
    Worum geht’s:
    Diese Doku zeigt, wie sich der komplett niedergebrannte Ort „Paradise“ in Kalifornien von den schrecklichen Waldbränden wieder „erholt“.
    Fazit: Sehenswert. (Produziert von National Geographic)

    Rebuilding Paradise - Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • Promising Young Woman
    Worum geht’s?
    Früher wurde Cassandra Thomas (Carey Mulligan) von allen stets als „vielversprechende junge Frau“ betitelt. Doch dann wirft ein furchtbares Ereignis ihr Leben und ihre Zukunft aus der Bahn. Danach zeigt Cassie sich ohne jegliche Ambitionen, hat ihr Medizinstudium aufgegeben, lebt wieder zu Hause bei ihren Eltern und arbeitet als Barista. Doch nicht alles ist ist so, wie es scheint …. Cassie führt ein nächtliches Doppelleben und erteilt den Männern, die ihren Weg kreuzen, eine „Lektion“. Sie will damit ihr Trauma  heilen und die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit wiedergutmachen. Als ihr ehemaliger Mitschüler Ryan (Bo Burnham) in ihr Leben tritt, bietet sich ihr die Chance eines Neuanfangs. Doch die größte Herausforderung steht Cassie trotz allem erst noch bevor …
    Fazit: Absolut sehenswert!
  • The Last Shift
    Worum geht’s?
    Stanley, ein in die Jahre gekommener Angestellter eines Fast-Food-Restaurants, steht nach 38 Jahren kurz vor seiner letzten Schicht. Und in der soll er seinen Nachfolger Jevon anlernen. Doch diese letzte Schicht nimmt einen unerwarteten Verlauf.
    Fazit: Ein Film über Politik, Identität und (Un-)Gleichheit. Absolut sehenswert!

    Last shift
    Quelle: Hollywood Reporter

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    Q&A nach dem Screening von „The Last Shift“ mit Richard Jenkins, Andrew Cohn, Shane Paul McGhie, Ed O’Neill, Allison Tolman
  • The Father
    Worum geht’s?
    Einzigartige Darstellung von Demenz aus Sicht des Betroffenen. Anthony Hopkins und Olivia Colman brillieren in den Rollen als demenzkranker Vater und umsorgende Tochter.
    Fazit: Betrifft uns alle (auf die ein oder andere Art). Macht betroffen! Absolut sehenswert.

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    Quelle: Sundance.org
  • The Glorias
    Worum geht’s?
    Der Spielfilm „The Glorias“ basiert auf den Memoiren der bekannten Feministin und Autorin Gloria Steinem.
    Fazit: Wunderbar erzählter Film über das bewegte Leben der beeindruckenden Gloria Steinem mit fantastischen Darstellungen von Julianne Moore, Alicia Vikander, Bette Middler und Kimberly Guerrero.

    The glorias
    Quelle: Hollywood Reporter
  • Assassins
    Worum geht’s?
    Der ältere Bruder des nordkoreanischen Präsidenten Kim Jong-Un wird in der Abflughalle des Flughafens in Kuala Lumpur per Giftattacke ermordet. Zwei junge Frauen werden von den Überwachungskameras erfasst und der Tat überführt. Der Film erzählt die skurrile Geschichte der beiden Frauen und was sie zu dieser Tat veranlasst hat.
    Fazit: Skurril! Faszinierend! Unglaublich! Da bleibt einem der Mund (vor Erstaunen) offen! Absolut sehenswert! (wurde ebenfalls von Magnolia gekauft. Diesen Film schauen wir uns garantiert nochmal an!)

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    Quelle: Deadline
  • Minari
    Worum geht’s?
    Basierend auf der Lebensgeschichte des Regisseurs Lee Isaac Chung erzählt Minari die Geschichte des siebenjährigen David, eines Jungen mit koreanischen Wurzeln. Davids Leben wird gründlich auf den Kopf gestellt, als sein Vater sich Mitte der 1980er Jahre dazu entschließt, mit der Familie ins ländliche Arkansas zu ziehen, um dort einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen.
    Fazit: Charmant-tragischer Film einer US-koreanischen Familiengeschichte – mit allen Auf- und Abs und einer herrlich unkonventionellen Großmutter, der einem das Herz wärmt. Absolut sehenswert! Jury- und Audience Award Winner des diesjährigen Festivals. Gekauft von A24. Sollte also 2020 in den Kinos zu sehen sein.

    Minari — Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • Spaceship Earth
    Worum geht’s?
    Dieser Film dokumentiert wie Anfang der 90-er  sich acht Wissenschaftler für zwei Jahre im Rahmen eines Experiments in die Biosphere 2 einschließen ließen. Das Experiment sollte zeigen, wie und ob Menschen in einem künstlich entwickeltem, sich selbst erhaltendem Ökosystem auf Dauer überleben können.
    Fazit: Abgefahren! Wer schon Vorkenntnisse über das Projekt „Biosphere 2“ hatte, wird hier noch einiges neues dazu lernen! Absolut sehenswert!

    Spaceship Earth — Still 1
    Quelle: Variety.com
  • Charter
    Worum geht’s?
    Nach ihrer Scheidung hat Alice ihre Kinder seit zwei Monaten nicht mehr gesehen, da sie auf ein Sorgerechtsurteil wartet. Als ihr Sohn sie mitten in der Nacht weinend anruft, ergreift Alice die Initiative und entführt die Kinder auf einer illegalen Charterreise auf die Kanarischen Inseln.
    Fazit: Absolut glaubwürdiges Sorgerechts-Drama, ohne Hollywood-Schnörkel. Dieser Film ist noch eine Nummer härter als „Marriage Story„. Die Regisseurin lies eigene Erfahrungen in den Film einfließen! Absolut sehenswert!

    Charter - Still 1
    Quelle: Hollywood Reporter
  • Never Rarely Sometimes Always
    Worum geht’s?
    Angesichts einer ungewollten Schwangerschaft und des Mangels an lokaler Unterstützung begeben sich die Teenager Autumn und ihre Cousine Skylar auf eine mutige, umtriebige Reise über die Staatsgrenze nach New York City.
    Fazit: Absolut wichtiger und sehenswerter Aufklärungsfilm!

  • Blast Beat
    Worum geht’s?
    Zwei junge Brüder aus Kolumbien kämpfen darum, sich in ihr neues Leben in einem amerikanischen Vorort einzufügen. Gerade als einer der Brüder Aussichten auf einen Job bei der NASA hat, wird der Vater aufgrund fehlender Papiere zurück nach Kolumbien abgeschoben …
    Fazit: Auf außergewöhnliche Art und Weise erzählte Immigranten-Geschichte, in dem auch Metal Heads auf ihre Kosten kommen! Charmant. Ohne Mitleids-Kitsch! Absolut sehenswert.

    BLAST BEAT — Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • The Nest
    Worum geht’s?
    Rory, ein ehrgeiziger Unternehmer überredet seine amerikanische Frau Allison und ihre Kinder, in den 1980er Jahren die Vorstädte Amerikas zu verlassen und in seine Heimat England zurückzukehren. Rory hofft auf beruflichen Erfolg und das ganz große Geld. Er pachtet ein jahrhundertealtes Landgut mit Grundstücken für Allisons Pferde und plant den Bau eines Stalls. Aber die Familie steuert aufgrund des unerschwinglichen Lebensstils, Größenwahns, zunehmender Isolation und mangelnder Kommunikation einem Abgrund entgegen …
    Fazit: Sehr düsterer, authentischer Film mit großartigen schauspielerischen Leistungen von Jude Law und Carrie Coon. Sehenswert!

    The Nest
    Quelle: Sundance.org
  • Palm Springs
    Worum geht’s?
    „Und Täglich Grüßt das Murmeltier“ reloaded: Während einer Hochzeit in Palm Springs trifft Nyles (Andy Samberg) Sarah (Cristin Milioti), die Trauzeugin und das schwarze Schaf der Familie. Nachdem er sie vor einer katastrophalen Ansprache bewahrt hat, sieht Sarah Nyles (und seinen ausgefallenen Nihilismus) mit anderen Augen. Aber sobald ihre spontane Reaktion durch eine surreale Unterbrechung vereitelt wird, schließt sich Sarah Nyles Idee an, dass nichts wirklich wichtig ist, und sie fangen an, bei der Hochzeitsfeier richtig Spaß zu haben ….
    „Fun Fact“: Mit 22 Millionen Dollar erzielte „Palm Springs“ den bisher höchsten Kaufpreis eines Films beim Sundance Film Festival. Der stolze Käufer: hulu/NEON.
    Fazit: Lustiger Schmarrn. Unterhaltsamer, publikumswirksamer Sommerhit.

    Palm Springs
    Quelle: Vanyaland
  • Dinner in America
    Worum geht’s?
    Ein Punkrocker auf der Flucht und eine junge Frau, die von seiner Band besessen ist, verlieben sich unerwartet ineinander und begeben sich gemeinsam auf eine epische Reise durch Amerikas verfallende Vororte des Mittleren Westens.
    Fazit:The End of the F**** World“ meets „Band Aid„. Charmant und sehenswert.

    Dinner in America
    Quelle: Hollywood Reporter
  • The Go-Go’s
    Worum geht’s?
    Doku über die Girl-Band „The Go-Go’s“. Die Go-Go’s machten als erste weibliche Band Geschichte, die alle Instrumente selbst spielte, ihre Songs selbst schrieb, ein #1-Album veröffentlichte und vom Punk-Rock der späten 70-er Jahre geprägt waren.
    Fazit: Wer schon immer mehr über die Go-Go’s erfahren wollte, kommt hier voll auf seine Kosten! (Gekauft von „Showtime“. Sollte also bald zu sehen sein!)

    gogos
    Quelle: Hollywood Reporter
  • I Carry You With Me
    Worum geht’s?
    „I Carry You With Me“ erzählt die wahre Geschichte des Mexikaners Iván. Der ausgebildete Koch arbeitet als Tellerwäscher in einem Lokal und hofft, dort bald zum Koch befördert zu werden, um die Mutter seines Kindes besser finanziell unterstützen zu können. Eines Nachts lernt er Gerardo kennen, einen gutaussehenden Lehrer, der sich im Gegensatz zu Iván, ganz offen zu seiner Homosexualität bekennt. Die beiden verblieben sich augenblicklich ineinander. Diese Liebe führt jedoch zu Konflikten. Iváns Familie akzeptiert seine Homosexualität nicht und untersagt ihm jeglichen Kontakt zu seinem Sohn. In seiner Verzweiflung trifft Iván die schwerwiegende Entscheidung in die USA zu gehen. Ohne Papiere. Er hofft, in den USA endlich als Koch arbeiten zu können und seine Familie besser unterstützen zu können. Er verspricht seinem Sohn und seiner großen Liebe Gerardo, dass er zurückkehren wird. Doch es kommt alles ganz anders als geplant …
    „Fun Fact“: Die Dokumentarfilmerin Heidi Ewing vermischt Spielfilm mit Elementen des Dokumentarfilms und zieht durch diese ungewöhnliche Art des Erzählens den Zuschauer in einen außergewöhnlichen Bann!
    Fazit: Absolut sehenswert! Unglaubliche Lebens- und Liebesgeschichte. Iván zahlt(e) für den „American Dream“ einen sehr hohen Preis … (Gekauft von Sony Pictures Classic. Sollte also bald zu sehen sein!)

    I Carry You With Me — Still 1
    Quelle: Hollywood Reporter
  • Kajillionaire
    Worum geht’s?
    Die Betrüger Theresa und Robert haben 26 Jahre lang ihre einzige Tochter, Old Dolio (Evan Rachel Wood), ausgebildet, um bei jeder Gelegenheit zu schwindeln, zu betrügen und zu stehlen. Unerwartet überreden sie eine freundliche Fremde, Melanie (Gina Rodriguez), sich ihrem nächsten Coup anzuschließen, wodurch Old Dolios Routine völlig durcheinander gebracht wird. Melanies Anwesenheit irritiert Old Dolio und stellt ihre merkwürdige und stoische Realität in Frage. Sie gerät plötzlich zwischen die einzige Familie, die sie jemals gekannt hat, und die Aussicht auf völlige Freiheit.
    Fazit:
    Unglaublich bizarr und keine leichte Kost! Fantastische schauspielerische Leistung von Evan Rachel Wood. Absolut sehenswert!

    Kajillionaire - Still 1
    Quelle: Sundance.org
  • The Assistant
    Worum geht’s? Jane (Julia Garner) arbeitet als Junior-Assistentin für eine prominente Führungsperson in der Entertainmentbranche, dessen Gesicht wir nie zu Gesicht bekommen, deren Charakter jedoch eindeutig von den #MeToo-Geschehnissen rund um Harvey Weinstein inspiriert ist. Es gibt nichts Glamouröses oder Belohnendes an ihrem Job, dennoch wird sie oft daran erinnert, dass jeder junge aufstrebende Filmproduzent für ihren Job über Leichen gehen würden. Im Laufe von 24 Stunden erleben wir, wie Garners hervorragend untertriebene Jane einer Vielzahl von Erniedrigungen und Feindseligkeiten (sowohl von Männern als auch von Frauen) ausgesetzt ist, die sie stoisch erträgt. Sie geht leise ihren alltäglichen Aufgaben nach. Sie verkörpert eine junge Frau, die an diese Art der Behandlung gewöhnt ist. Doch plötzlich wird Jane aktiv und versucht dem offensichtlichen (Macht-) Missbrauch entgegenzutreten.
    Fazit: Bestimmt hat schon jede Frau die ein oder andere Erfahrung wie Jane gemacht … Wichtiger Film! Sehenswert, wenn auch nicht besonders unterhaltsam!

Und hier noch eine schöne Übersicht, welche Sundance Filme Ihr bereits jetzt schon oder demnächst auf den verschiedenen Streaming-Plattformen schauen könnt.

Und wer gerne Trailer schaut, kommt bei dieser Übersicht ganz sicher auf seine Kosten!